
Krise
Autohaus Wahl: Deutschlands ältester BMW-Händler ist insolvent
Die Krise der Autobranche erreicht den Handel: Mit der Wahl-Gruppe ist Deutschlands ältester BMW-Händler insolvent. Rund 1.000 Beschäftigte und 31 Standorte sind betroffen.
Aktuelle Insolvenzen, Firmenpleiten und Sanierungen im Überblick. Ob bekannte Traditionsmarken, Großkonzerne oder Start-ups: Erfahre alles über Hintergründe, Entwicklungen und was die Zahlungsunfähigkeit konkret für Kund:innen, Beschäftigte und Anleger:innen bedeutet.

Krise
Die Krise der Autobranche erreicht den Handel: Mit der Wahl-Gruppe ist Deutschlands ältester BMW-Händler insolvent. Rund 1.000 Beschäftigte und 31 Standorte sind betroffen.

Branchenkrise
Trotz Verkaufsrekorden im vergangenen Jahr meldet die Berliner Autohausgruppe König Insolvenz an. Die Zukunft von rund 1.200 ist ungewiss.

Krise
Der bekannter deutscher Rucksack-Hersteller Red Rebane ist insolvent. Die Produktion wurde gestoppt, Mitarbeitende verlieren ihre Jobs. Hinter der Krise: Hohe Kosten, Corona-Schulden und eine günstige Konkurrenz.

Tragisch

Marke soll bleiben

Branchenkrise

Aus nach 140 Jahren

"Fleischfressender Erreger"

Urlaubs-Schock

Nächste Pleite

In Boston verzockt

Schon zum dritten Mal

Schock für Branche

Krise der Trendfiguren

Discounter insolvent

NRW

Insolvenz

Traditionsunternehmen 1862 gegründet

Traditionsunternehmen

Markt unter Druck

Erneute Pleite
Gestiegene Energie- und Rohstoffkosten, hohe Zinsen, anhaltende Konsumflaute und struktureller Wandel: Die wirtschaftlichen Herausforderungen setzen viele Unternehmen stark unter Druck. Die Folge ist eine spürbare Welle von Unternehmensinsolvenzen. Betroffen sind längst nicht mehr nur kleine Betriebe, sondern auch renommierte Traditionsunternehmen, Großkonzerne und einst gefeierte Start-ups.
Eine Insolvenz bedeutet jedoch nicht zwangsläufig das endgültige Aus. Oft bietet das rechtliche Verfahren – etwa durch eine Insolvenz in Eigenverwaltung oder einen Schutzschirmplan – die Chance für einen Neuanfang, eine Sanierung oder die Übernahme durch Investoren.
Die Ursachen für eine Zahlungsunfähigkeit sind vielfältig, doch bestimmte Branchen trifft die Krise aktuell besonders hart:
Einzelhandel & Mode: Kaufzurückhaltung und starker Online-Wettbewerb setzen Modeketten (wie Closed), Discounter (Mäc-Geiz) sowie spezialisierte Fachhändler und Versandapotheken (Sanicare) zu.
Bau- & Immobilienbranche: Hohe Zinsen und drastisch gestiegene Baukosten bringen Bau-Riesen (Pandion) und Handwerksbetriebe in Schieflage.
Lebensmittel, Genuss & Gastronomie: Ob Traditionsbrauereien (Westheimer Brauerei), Mineralbrunnen (Rhenser), Hamburger Schokoladenmanufakturen (Paulsen), Molkereibetriebe (QimiQ) oder junge Getränke-Start-ups (Curameo) – die Marge im Lebensmittelbereich ist dünn und der Kostendruck extrem hoch.
Konsumgüter, Freizeit & Traditionshandwerk: Vom Wohnmobil- und Camper-Vermieter (VanEver) über bekannte Spielzeug- und Kinderwagenhersteller (Playmobil, Rolly Toys, Zekiwa) bis hin zu Fahrrad-Konzernen (Accell Group), Küchenbauern (Brigitte Küchen) oder Baumarktketten (Hellweg) spüren viele Hersteller den Nachfragerückgang.
Soziale Träger & Dienstleister: Auch Wohlfahrtsverbände (AWO), Textilentwickler (Sympatex) oder Landtechnik-Hersteller (Dammann) bleiben von finanziellen Engpässen nicht verschont.
Wenn ein Unternehmen Zahlungsunfähigkeit meldet, wirft das bei Betroffenen viele Fragen auf:
Rechte für Kund:innen: Was passiert mit bereits bezahlten Bestellungen, Anzahlungen oder Gutscheinen? Können gemietete Fahrzeuge oder gebuchte Leistungen noch genutzt werden? Welche Garantieansprüche bestehen weiterhin?
Schutz für Beschäftigte: Wie geht es für Arbeitnehmer:innen weiter? Wann greift das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit und wie stehen die Chancen auf den Erhalt von Arbeitsplätzen im Zuge von Übernahmen oder Filialschließungen?
Risiken für Anleger:innen: Was müssen Investor:innen und Kapitalanleger:innen beachten, wenn Finanzfonds oder Immobiliengesellschaften pleitegehen und Ersparnisse auf dem Spiel stehen?

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