"Fleischfressender Erreger"

Milchverarbeiter Almil beantragt Insolvenz – 110 Beschäftigte bangen um ihre Jobs

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von Max Strumberger

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Kuhmilch-Nachfrage in Deutschland sinkt

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Für rund 110 Beschäftigte und zahlreiche Milchlieferanten beginnt eine Zeit der Ungewissheit: Die Almil AG hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Almil AG hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

  • Der Milchverarbeiter will den Betrieb in Weiding dennoch ohne Unterbrechung fortführen.

  • Für rund 110 Beschäftigte und zahlreiche Milchlieferanten beginnt eine Zeit der Ungewissheit.

Die Krise der deutschen Milchwirtschaft erreicht einen traditionsreichen Betrieb in Oberbayern. Die Almil AG hat beim Amtsgericht Mühldorf am Inn ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Der Hersteller von Milchingredienzien, Dauermilchprodukten und Milchrohstoffen will seinen Betrieb jedoch ohne Unterbrechung fortführen. Für Beschäftigte, Kunden und Geschäftspartner soll sich zunächst nichts ändern.

Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem Ziel, Almil wirtschaftlich zu stabilisieren und an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Welche konkreten finanziellen Schwierigkeiten zum Antrag geführt haben, ließ die Unternehmensleitung offen. Auch zur Abrechnung und Auszahlung der Milchlieferanten machte Almil bislang keine Angaben.


110 Jobs in der Schwebe

Bei einer Eigenverwaltung bleibt der Vorstand im Amt und steuert die Sanierung selbst. Ein vom Gericht bestellter Sachwalter überwacht das Verfahren. Die Gehälter der rund 110 Beschäftigten sind nach Angaben des Unternehmens bis einschließlich Oktober 2026 über das Insolvenzgeld gesichert. In dieser Zeit sollen die Sanierungsmaßnahmen vorbereitet werden.

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Für den Standort Weiding steht damit viel auf dem Spiel. Das Werk, das früher unter anderem für die Produktion von Bärenmarke-Milch bekannt war, verarbeitet nach Medienberichten jährlich schätzungsweise 150 Millionen Kilogramm Milch. Almil will die Unternehmensstruktur neu ausrichten, die Wettbewerbsfähigkeit verbessern und damit auch die Zukunft des Standorts sichern. Ob die Produktion langfristig in vollem Umfang fortgeführt werden kann, ist derzeit offen. Almil gehört mehrheitlich zur Hochwald-Gruppe. Die Verbindung reicht bis zur Übernahme des Standorts im Jahr 2018 zurück; Anfang 2020 übernahm Hochwald die Mehrheit an Almil.



Verwendete Quellen:

Bild.de: Deutsche Milch-Firma meldet Insolvenz an

wochenblatt-dlv.de/Hochwald-Mehrheitsbeteiligung Almil ist insolvent: Was heißt das für Milchbauern?

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