Marke soll bleiben
Depot-Kette vor dem Aus? Alle Verträge gekündigt – 730 Jobs betroffen
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Depot stellt Geschäftsbetrieb ein – Marke soll bleiben
Videoclip • 01:34 Min • Ab 12
Das Unternehmen hinter der beliebten Deko-Kette Depot ist insolvent. Zahlreiche Mitarbeiter:innen wurden entlassen. Zur Marke gibt es Pläne von Inhaber Gries.
Das Wichtigste in Kürze
Zum 30. September endet der Geschäftsbetrieb der insolventen Depot-Betreibergesellschaft.
Arbeits- und Mietverträge werden allesamt gekündigt, rund 730 Beschäftigte werden entlassen.
Das komplette Aus für die Marke Depot soll dies jedoch nicht sein.
Die Deko-Kette Depot steht vor einem dramatischen Einschnitt: Die insolvente Betreibergesellschaft GDC Deutschland GmbH beendet zum 30. September ihren Geschäftsbetrieb komplett. Sämtliche Arbeits- und Mietverträge werden gekündigt, wie Inhaber Christian Gries bestätigte. Die Mitarbeiter:innen erfuhren am Mittwoch (26. August) von der Entscheidung, die etwa 730 Beschäftigte betrifft.
Der Grund für den radikalen Schritt: Masseunzulänglichkeit. Das Firmenvermögen reicht nicht aus, um alle Verbindlichkeiten zu begleichen. Bereits Ende Juli hatten 350 Beschäftigte ihre Kündigung erhalten.
Auch in den News:
Bereits zweite Insolvenz binnen zwei Jahren
Für Depot ist es bereits die zweite Insolvenz in kurzer Zeit. Das im unterfränkischen Großostheim ansässige Unternehmen hatte erst im Mai die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe nannte Gries Zölle, die wachsende Konkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die anhaltende Kaufzurückhaltung der Verbraucher:innen.
Bereits 2024 war das Unternehmen in die Insolvenz gerutscht, woraufhin das Filialnetz drastisch schrumpfte. Ende Juni kündigte Depot zunächst die Schließung von 66 der etwa 150 Filialen an, bis Anfang August folgten rund 30 weitere. Vor einigen Jahren betrieb die Kette noch rund 400 Geschäfte.
Marke soll in neuer Gesellschaft fortbestehen
Trotz der umfassenden Kündigungen bedeutet dies nach Gries' Worten nicht zwangsläufig das endgültige Aus für Depot. Er plant, die ihm gehörende Marke in eine andere Gesellschaft zu überführen und mit verkleinerter Mannschaft weiterzumachen. Nicht alle der rund 50 noch verbliebenen Filialen sollen bis Ende September schließen.
Gries kündigte Gespräche mit Vermieter:innen an, um neue Mietverträge abzuschließen. Wie viele Filialen erhalten bleiben könnten und wann darüber endgültig entschieden wird, ließ er offen. Zudem verhandelt er über die Fortführung kleinerer Depot-Shops, die in Märkte von Einzelhändlern wie Rewe oder Edeka integriert sind.
Einzelhandel generell unter Druck
Der Einzelhandel in Deutschland kämpft mit der schwachen Konsumstimmung und dem wachsenden Onlinehandel. Neben Depot meldeten auch die Non-Food-Discounter Kodi und Mäc Geiz sowie die Baumarktkette Hellweg kürzlich Insolvenz an.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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