80 Standorte in Deutschland

Autohaus König insolvent: So geht es jetzt weiter

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von Max Strumberger

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So viele Pleiten wie seit 2013 nicht mehr

Videoclip • 01:12 Min • Ab 12


Nach der Insolvenz der Autohaus-König-Gruppe läuft der Betrieb zunächst weiter. Ob am Ende alle Filialen und Arbeitsplätze erhalten bleiben, ist jedoch offen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Autohaus König hat Insolvenz angemeldet.

  • Betroffen davon sind mehr als 1.200 Beschäftigte.

  • Nun wird geprüft, welche Standorte wirtschaftlich genug sind, um Teil des künftigen Unternehmens zu bleiben.

Die Autohaus-König-Gruppe steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Für die Berliner Handelsgruppe mit mehr als 80 Standorten und rund 1.200 Beschäftigten läuft seit Anfang September ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Betroffen sind die Autohaus Gotthard König GmbH und ihre Tochtergesellschaft Autohaus König GmbH. Das Amtsgericht Charlottenburg bestellte Rechtsanwalt Dr. Rainer Eckert zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Schließungen sind zunächst nicht vorgesehen. Verkauf, Werkstätten, Fahrzeugauslieferungen, Ersatzteilversorgung und Service sollen an den Standorten weiterlaufen. Auch für Kund:innen soll sich kurzfristig möglichst wenig ändern. Verträge, Garantien und laufende Reparaturen bleiben nach Einschätzung von Branchenvertretern grundsätzlich bestehen – selbst wenn einzelne Häuser später verkauft oder von anderen Händlern übernommen werden.


Das waren die Gründe für die Insolvenz

Für die Beschäftigten ist die Lage vorerst abgesichert. Die Löhne sollen im vorläufigen Verfahren über das Insolvenzgeld finanziert werden, die August-Gehälter rückwirkend ausgezahlt werden. Langfristig hängt der Erhalt der Arbeitsplätze jedoch davon ab, wie viele Standorte in einer sanierten Unternehmensstruktur wirtschaftlich tragfähig sind. Branchenvertreter rechnen zugleich damit, dass gut ausgebildete Fachkräfte auch bei anderen Autohäusern gefragt bleiben.

Die Gruppe selbst nennt die eingetretene Zahlungsunfähigkeit als unmittelbaren Grund für den Insolvenzantrag. Als Belastungen gelten außerdem das schwache Neuwagengeschäft, steigende Kosten, der Wandel zur Elektromobilität und der wachsende Wettbewerb durch neue Anbieter. Der rasche Ausbau auf mehr als 80 Filialen könnte die Organisation zusätzlich unter Druck gesetzt haben. Eine außergerichtliche Lösung mit Gesellschaftern, Kreditgebern und Herstellern kam zuletzt nicht zustande.

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Autohaus König strebt nachhaltige Restrukturierung an

Nun soll gemeinsam mit Renault, Stellantis und finanzierenden Banken ein Konzept für die Zukunft entstehen. Im vorläufigen Gläubigerausschuss sitzen unter anderem Vertreter von Renault, der Stellantis Bank, Euler Hermes und der Bundesagentur für Arbeit. Ziel ist eine nachhaltige Restrukturierung, die möglichst viele Filialen und Arbeitsplätze erhält.


Verwendete Quellen:

ms-aktuell: Autohaus König in Insolvenz: Was jetzt mit den Filialen passiert

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