Cool bleiben bei 40 Grad

Ventilatoren bei Stiftung Warentest: Dieses Modell schneidet am besten ab

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

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Hitze im Büro: Gewerkschaft warnt vor Ventilatoren (19. Juni)

Videoclip • 01:08 Min • Ab 12


Das Thermometer steigt, der Leidensdruck auch: Deutschland schwitzt bei teils über 40 Grad. Für kühlere Gemüter in dieser Zeit können Ventilatoren Abhilfe schaffen – bei passendem Modell und der richtigen Anwendung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ventilatoren sind die mobile Alternative zu Klimaanlage und Co.: Zwischen den verschiedenen Modellen gibt es jedoch einige Unterschiede.

  • Tischventilatoren sind besonders mobil, das Standmodell hat dafür mehr Leistung.

  • Auch Anwendung, Bedienungsfreundlichkeit und Sicherheit sollten beachtet werden – die Stiftung Warentest findet hier ein klares Siegermodell.

Die bundesweite Hitzewelle sorgt in den kommenden Tagen für Temperaturen bis über 40 Grad. Wo es für die Jüngsten teils hitzefrei gibt, geht für die meisten der Alltag trotz Extremwetter aber weiter: samt stickigen Stunden im Büro, schlaflosen Nächten und vor allem ganz viel Schweiß.

Wer nicht zufällig einen Pool, den See nebenan oder eine Klimaanlage hat, hofft bei Ventilatoren auf eine günstige Alternative, um mal wieder ein kühles Lüftchen zu spüren. Was man beim Kauf beachten sollte – und welche Produkte laut Test am besten sind.

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Tipps & Tricks für maximale Erfrischung

Bewegte Luft fühlt sich kühler an als stehende Luft – genau das ist die Funktionsweise der mobilen Luftmacher. Ein wichtiger Punkt vorweg: Die Raumluft abkühlen, das können Ventilatoren nicht wirklich. Dennoch sorgen sie für Erfrischung. Durch ihren Luftzug verdunstet der Schweiß am Körper schneller – da fühlen sich die 40 Grad gar nicht mehr so schlimm an.

Wer die Geräte effizient nutzt, kann das Kühlste aus den heißen Tagen herausholen. Die "Saarbrücker Zeitung" empfiehlt hier, den Ventilator nicht konstant direkt aufs Gesicht zu richten, sondern ihn in etwas Entfernung aufzustellen. So könne die Luft angenehm zirkulieren.

Für eine maximale Kühlleistung rät die Stiftung Warentest, den Ventilator in den frühen Morgenstunden mit der Rückseite vor ein geöffnetes Fenster zu stellen. So kann man, auch nach tropischen Nächten, die noch abgekühlte Außentemperatur vor der prallen Mittagssonne ins Zimmer holen. Besonders geeignet seien hier Cecilia Meusel von der Stiftung Warentest zufolge sogenannte Turmventilatoren sowie manche Standmodelle.


Turm oder Tisch? Diese Modelle gibt es

Ventilatoren gibt es als Tisch-, Stand- und Turmmodell in verschiedenen Preis- und Leistungsklassen. Dennoch sollten Käufer:innen prüfen, welcher Ventilator am besten zu den jeweiligen Bedürfnissen passt.

Wer ab und zu ein kleines Lüftchen braucht, was vom Büro auch ganz einfach ins Homeoffice transportiert werden soll, findet sein Glück möglicherweise in Tischventilatoren: Sie sind klein, leicht und flexibel aufstellbar.

Im Gegensatz dazu kommen Standlüfter zwar mit mehr Leistung daher, sind aber wesentlich sperriger und schwer. Eine Alternative bieten Turmventilatoren, die zwar schlanker als das Standmodell sind, sich aber nicht in der Höhe verstellen lassen.

Abgesehen vom Modell seien laut Meusel von Stiftung Warnetest sowie Angaben der "Saarbrücker Zeitung" zufolge folgende Aspekte beim Kauf zu beachten:

  • Die Luftstrom-Breite des Geräts, also dass der Ventilator sanft als auch kräftig blasen kann.

  • Die Lautstärke – vor allem bei Anwendung im Schlafzimmer

  • Extras: Fernbedienung und Timer sind zwar praktisch, treiben jedoch den Preis ordentlich in die Höhe

  • Einfache Bedienung und Reinigung

  • Sicherheit und Stabilität

Allergiker:innen sollten beim Kauf besonders aufpassen: Mit aufwirbelndem Staub oder Pollen können die Geräte zu starken Niesanfällen und weiteren Beschwerden führen.

Die Stiftung Warentest hat zudem in einem aktuellen Ventilatoren-Check auch ordentliche Sicherheitsmängel gefunden, wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtet.

Das ist der klare Qualitätssieger

Unabhängig von der Bauart habe der Test ganze fünf der insgesamt 31 getesteten Ventilatoren nur als "befriedigend" oder "ausreichend" bewertet – darunter auch einige Markenprodukte. Besonders negativ seien diese vor allem in puncto "Sicherheit und Konstruktion" herausgestochen.

Des Weiteren soll die Stiftung nach den Kriterien "Funktion", "Geräusch", "Handhabung" und "Stromverbrauch" bewertet haben, mit Fokus auf den ersten beiden Parametern. Dabei habe es einen klaren Gewinner gegeben: Der Meaco Sefte 10 räume die Note "sehr gut" ab – vor allem aufgrund seines angenehmen Luftstroms, der flexiblen Geschwindigkeitseinstellungen, seiner leisen Arbeitsweise und des geringen Stromverbrauchs. Diese halten sich jedoch bei den meisten Ventilatoren, im Gegensatz zu einigen Klimaanlagen, in Grenzen.


Als Beispiel für den Stromverbrauch eines Ventilators mit etwa 25 bis 50 Watt rechnet die Verbraucherzentrale mit sechs bis zehn Euro für 900 Betriebsstunden im Jahr.

Bei besonders sparsamen Modellen kam die Stiftung Warentest bei derselben Nutzungsdauer sogar auf Stromkosten von nur zwei Euro im Jahr.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Saarbrücker Zeitung: "Nur ein Ventilator holt die Bestnote – Markengeräte haben Sicherheitsmängel"

Verbraucherzentrale Brandenburg: "Hitzespitzen vermeiden"

Westdeutscher Rundfunk (WDR): "Wie macht der Ventilator die warme Luft kalt?"

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