Laut Umfrage

Mehrheit der Amerikaner zweifelt offen an Trumps Gesundheit

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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Trump feiert Gesundheitscheck als "perfekt"

Videoclip • 01:01 Min • Ab 12


Eine neue US-Umfrage verschärft den Druck auf Donald Trump: Die Mehrheit der Wähler misstraut den offiziellen Angaben zu seiner Gesundheit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump steht erneut wegen seiner Gesundheit im Fokus.

  • Eine Mehrheit der Amerikaner glaubt laut Umfrage, dass das Weiße Haus wichtige Informationen zurückhält.

  • Fotos von Blutergüssen und Vorwürfe über Sekundenschlaf weckten zuletzt Zweifel an Trumps Gesundheit.

Die Zweifel an Donald Trumps Gesundheit wachsen: Einer neuen Umfrage der Quinnipiac University zufolge glaubt eine klare Mehrheit der US-Wähler:innen, dass das Weiße Haus nicht offen über den Zustand des 80-jährigen Präsidenten informiert. 59 Prozent halten die Kommunikation für nicht transparent, nur 34 Prozent sehen das anders. Damit wird das Thema Gesundheit erneut zu einer politischen Belastung für den Präsidenten.

Auslöser der Debatte sind Bilder und Auftritte, die seit Monaten für Spekulationen sorgen. Trump wurde mehrfach mit Blutergüssen an der Hand fotografiert, die teils wie mit Make-up kaschiert wirkten. Zudem werfen Kritiker:innen ihm vor, bei öffentlichen Terminen eingenickt zu sein. Die Umfrage zeigt nun, dass diese Eindrücke in der Bevölkerung Wirkung entfalten: 50 Prozent der Befragten halten Trump körperlich nicht für gesund, 51 Prozent zweifeln an seiner mentalen Fitness.


Trump: Alles "perfekt"

Das Weiße Haus weist die Vorwürfe zurück und verweist auf die offiziellen medizinischen Angaben. Nach einem Check-up im Walter Reed National Military Medical Center erklärte Trump selbst, es sei alles "perfekt" verlaufen. Sein Leibarzt Sean P. Barbabella bescheinigte ihm in einem Memo ausgezeichnete Gesundheit, normale neurologische Werte sowie volle Amtsfähigkeit. Die Blutergüsse führte der Arzt auf häufiges Händeschütteln und die Einnahme von Aspirin zurück.

Politisch kommt die Debatte für Trump zu einem heiklen Zeitpunkt. Zwar haben sich seine Zustimmungswerte im Vergleich zum Vormonat leicht verbessert, insgesamt bleibt die Bilanz aber schwach: 38 Prozent billigen seine Amtsführung, 55 Prozent lehnen sie ab. Auch in wichtigen Politikfeldern überwiegt die Kritik, etwa bei Wirtschaft, Außenpolitik und besonders beim Umgang mit dem Iran. Hinzu kommt, dass 55 Prozent der Wähler:innen bezweifeln, dass Trump seine Wahlversprechen einhält.

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Damit trifft die Gesundheitsfrage einen Präsidenten, der ohnehin unter Druck steht. Seit dem Wahlkampf 2024 ist die körperliche und geistige Verfassung alternder Spitzenpolitiker in den USA ein Dauerstreitpunkt. Während damals vor allem Joe Biden im Fokus stand, richtet sich der Blick nun zunehmend auf Trump selbst. Die neue Umfrage macht deutlich: Nicht nur sein Gesundheitszustand, sondern vor allem der Umgang des Weißen Hauses mit dem Thema ist für viele Amerikaner:innen zum Vertrauensproblem geworden.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Quinnipiac University

The Independent

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