Wann kommt Abkühlung?

Tropische Temperaturen: Hitze in der Nacht erreicht Rekordwert – Deutscher Wetterdienst warnt

Veröffentlicht:

von Marie-Finn Bruker

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Der Deutsche Wetterdienst warnt vielerorts vor extremer Hitze. Wer sich schwitzend durch die heißen Tage schleppt, kann oft nicht einmal nachts auf erfrischende Temperaturen hoffen: Wo tropische Nächte auf einen Rekordwert schnellen – und wann endlich Abkühlung kommt.

Hitzewarnungen in fast ganz Deutschland bringen uns aktuell ordentlich ins Schwitzen. Tagsüber drohen mancherorts 40 Grad – und auch nachts kühlt es spürbar weniger ab, der Deutsche Wetterdienst spricht teils sogar von tropischen Nächten. In der Nacht auf Donnerstag (25. Juni) wurde sogar ein Rekordwert erreicht.

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Klimawandel sorgt für heiße Tage und tropische Nächte

Seit Tagen vegetieren die Deutschen in einer Hitzewelle mit Temperaturen bis an die 40 Grad. Extremwetter wie diese sind im Zuge des Klimawandels häufiger geworden. So habe die durchschnittliche Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad zugenommen, wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, Tendenz steigend. Heftige Hitzeperioden sind durch die Klimakrise intensiver und auch deutlich wahrscheinlicher geworden. Das bekommen wir hierzulande längst zu spüren – auch nachts.

Nächte, in denen es nicht mehr auf unter 20 Grad abkühlt, bezeichnet der Wetterdienst als tropisch. Seit 1881 liefern Messstationen zuverlässige Werte für die Berechnung und Entwicklung etwa dieser Tropennächte. Wo es üblicherweise nur eine Handvoll solcher Ereignisse pro Jahr gab, stechen die besonders heißen Sommer der letzten Jahre heraus.

So hat es etwa 2003 über zehn solcher außerordentlich warmen Nächte gegeben. In der Stadt Kehl an der französischen Grenze gab es sogar ganze 21. Auch 2015 wurden in einigen Orten mehr als zehn Grenzwerte registriert. Vor allem dicht bebaute Innenstädte seien dem Umweltbundesamt zufolge wesentlich anfälliger für solche Tropennächte sowie Regionen in Süd- und Westdeutschland.

Erneut Hitze-Rekordwert erreicht

In diesem Jahr wurde mit der Nacht auf Donnerstag in Rheinland-Pfalz sogar ein Rekordwert erreicht: Die vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes maßen einen Minimumwert von 26,2 Grad in Bad Bergzabern. Vor sieben Jahren gab es diesen Wert bereits: Am 25. Juli 2019 sanken die nächtlichen Temperaturen ebenfalls nicht unter 26,2 Grad.

Die warmen Nächte rauben vielen Menschen nicht nur den Schlaf – sie können zu einer echten Gefahr werden.


Gesundheitliche Folgen oft erst später sichtbar

"Die aktuelle Lage ist gerade deshalb so riskant, weil die hohen Temperaturen anhalten und sich Gebäude, Wohnungen und Praxisräume über die Tage immer weiter aufheizen und nachts kaum noch abkühlen", so die Bundesärztekammer.

In Schulen gibt es zwar Hitzefrei – doch auch hier unterscheiden sich die Regelungen der einzelnen Einrichtungen. Für Arbeitnehmer:innen, die tagtäglich mehrere Stunden im Büro festsitzen, gibt es oft nur wenige Möglichkeiten, der Hitze zu entkommen.

Die gesundheitlichen Folgen dieses Klimas werden oft erst Tage später sichtbar: "Genau dann, wenn die Aufmerksamkeit nachzulassen droht, steigen die Risiken am stärksten", schreibt die Bundesärztekammer weiter. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, chronisch Kranke, pflegebedürftige und allein lebende Personen, Schwangere und kleine Kinder sowie Menschen, die körperliche Arbeit im Freien verrichten.

Schlimmstenfalls enden solche Extremtemperaturen tödlich: "Großflächige Hitzewellen bedrohen die Gesundheit sehr vieler Menschen und zählen zu den tödlichsten Extremwetterereignissen überhaupt", warnt die Kammer.

Bis zum Sonntag (28. Juni) droht laut Deutschem Wetterdienst eine "extreme Wärmebelastung". Doch ein Ende ist bereits in Sicht: Spätestens der Sonntagabend soll für Abkühlung sorgen. Anschließend steige das Unwetterpotential von Westen her aber deutlich an, "sodass bis zum Montag mit teils schweren Gewittern gerechnet werden muss. Erst dann wird es eine Spur kühler, es bleibt aber sommerlich warm oder sogar heiß."


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Deutscher Wetterdienst: "Wochenvorhersage Wettergefahren Deutschland"

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