Iran-Krieg

Entschädigung: Trump fordert vom Iran Geld für Kriegsopfer

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

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Wieder Streit um Straße von Hormus

Videoclip • 01:49 Min • Ab 12


Donald Trump fordert, dass Teheran die Folgen des Krieges finanziell ausgleicht. Offen bleibt, wie der US-Präsident diese Forderung konkret umsetzen will.

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Trump fordert nun Entschädigungszahlungen des Irans für den Krieg im Nahen Osten.

  • Teheran soll demnach für alle Opfer des Krieges, die von iranischer Seite schwer verletzt oder getötet wurden, zahlen.

  • Darüber hinaus fordert Trump Entschädigung für iranische Gräueltaten in der Vergangenheit.

Nach der Führung in Teheran macht nun auch US-Präsident Donald Trump Entschädigungszahlungen zur Bedingung für künftige Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts mit dem Iran. Der Iran solle für alle Menschen zahlen, die in der Vergangenheit von iranischer Seite schwer verletzt oder getötet worden seien. Zudem sollten die Familien von Demonstranten entschädigt werden, die die iranische Führung in den vergangenen 50 Jahren getötet habe, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Dafür will Trump Geld vom Iran

Unter anderem machte Trump den Iran auch für den Anschlag auf den amerikanischen Zerstörer "USS Cole" verantwortlich. Daher müsse Teheran die Angehörigen der Opfer entschädigen. Nach Ermittlungen des FBI planten und verübten Mitglieder des Terrornetzwerks Al Kaida den Anschlag.

In einem weiteren Beitrag forderte Trump, der Iran solle ebenfalls für die Schäden und Tötungen im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Gaza "verantwortlich gemacht" werden.

"Ich habe meine Vertreter angewiesen, diesen Punkt nachdrücklich in alle künftigen Verhandlungen einzubringen", betonte der US-Präsident mit Blick auf seine Entschädigungsforderungen. Der Republikaner machte keine genauen Angaben zur Höhe der Forderungen.

Auch in den News:

Auch Teheran will für Krieg entschädigt werden

Zuvor hatte der Nationale Sicherheitsrat des Irans iranischen Medienberichten zufolge die Wiedereröffnung der blockierten Straße von Hormus an Zugeständnisse der USA und ihrer Verbündeten geknüpft. Neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen die Islamische Republik, einer Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einem Abzug der US-Streitkräfte aus der Region forderte Teheran unter anderem eine vollständige finanzielle Entschädigung für Kriegsschäden.

Der Nationale Sicherheitsrat gilt als ein zentrales Entscheidungs- und Koordinierungsgremium der iranischen Außen- und Sicherheitspolitik. Seine Beschlüsse werden erst nach Bestätigung durch den obersten Führer Modschtaba Chamenei wirksam.

Die Forderungen hatte der Iran bereits früher als Bedingungen für Verhandlungen mit den USA genannt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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