Region Chocó
Verheerendes Erdbeben in Kolumbien: Mehr als 100 Menschen sterben
Aktualisiert:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Japan-Erdbeben: Jetzt schon 13 Tote (29. Juli)
Videoclip • 25 Sek • Ab 12
Ein starkes Erdbeben hat den Nordwesten Kolumbiens erschüttert. Es gibt mindestens 100 Tote und Dutzende Verletzte.
Am Montagmorgen (10. August, Ortszeit) hat ein starkes Erdbeben Kolumbien erschüttert. Das teilte die nationale Katastrophenschutzbehörde (UNGRD) auf der Plattform X mit. Mindestens 100 Menschen sind bei dem verheerenden Beben getötet worden. Das teilten mehrere Bürgermeister des südamerikanischen Landes mit. Allein in der Stadt Pereira westlich der Hauptstadt Bogotá gab es demnach mindestens 18 Tote und Dutzende Verletzte. Es wird befürchtet, dass die Zahl weiter steigt.
Der Bürgermeister von Pereira, Mauricio Salazar, und sein Amtskollege von Manizales, Jorge Rojas, bestätigten die Todesfälle in Interviews mit dem Radiosender Caracol Radio. In Manizales kamen demnach mindestens drei Menschen ums Leben, zudem wurden Hunderte verletzt. Mehr als zehn Gebäude seien eingestürzt, weitere Häuser schwer beschädigt worden. Auch ein Turm der dortigen Kathedrale sei beschädigt worden.
In Cali meldete der Bürgermeister zudem mehr als 20 eingestürzte Gebäude, in denen Menschen eingeschlossen sein sollen. In der Hauptstadt des westkolumbianischen Departamentos Chocó, Quibdó, herrschte nach dem Beben und mehreren Nachbeben zeitweilig Panik. Die Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba berichtete von Verletzten und schweren Gebäudeschäden.
Erdbeben der Stärke 7,4 im Westen Kolumbiens
Das Beben ereignete sich um 7.34 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag nahe San José del Palmar im Departamento Chocó in einer Tiefe von 96 Kilometern, wie der Kolumbianische Geologische Dienst (SGC) mitteilte. Der US-amerikanische Geologische Dienst (USGS) verortete es in 107 Kilometern Tiefe.
Mit einer Stärke von 7,4 sei das Erdbeben noch in der 180 Kilometer entfernten Hauptstadt Bogotá, Medellín, Cali, Popayán, Armenia, Pereira und Manizales zu spüren gewesen. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten zerstörte Gebäude und Menschen, die vor Panik auf die Straße liefen. Auch mehrere Flughäfen waren betroffen. In den Nachbarländern Venezuela, Ecuador und Panama wurde das Beben Berichten zufolge wahrgenommen.
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Krisenstab eingerichtet
Der erst kürzlich vereidigte Präsident Abelardo de la Espriella ordnete an, dass ein gemeinsamer Krisenstab in San José del Palmar eingerichtet werde. Das Gremium soll unter anderem die Hilfe für Betroffene koordinieren. Zudem forderte der Präsident einen detaillierten Bericht über die Lage und den dringendsten Hilfsbedarf.
De la Espriella kündigte an, persönlich nach Pereira zu reisen. Kurz nach dem Hauptbeben registrierte der Kolumbianische Geologische Dienst zudem ein Nachbeben der Stärke 4,6 im ebenfalls im Departamento Chocó gelegenen Nóvita.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
UNGRD auf X
Nubia Carolina Córdoba-Curi auf X
t Abelardo Gabriel de la Espriella Otero auf X
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