Strategisch wichtige Verbindung

Krim-Brücke: Russland baut Verteidigung gegen Ukraine-Drohnen aus

Aktualisiert:

von Michael Reimers

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1.000 Drohnen: Ukraine greift Russland an

Videoclip • 01:19 Min • Ab 12


Aktuelle Satellitenbilder zeigen, welche massiven Maßnahmen Russland zum Schutz der strategisch wichtigen Krim-Brücke unternimmt. Sie verbindet die 2014 annektierte Halbinsel südlich des ukrainischen Festlands mit russischem Gebiet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neue Satellitenaufnahmen lassen neue Befestigungen Russlands rund um die Krim-Brücke erkennen.

  • Demnach sichern Bojen und Netze die Verbindung zwischen russischem Festland und der Halbinsel im Süden der Ukraine ab.

  • Die Ukraine intensiviert derzeit ihre Angriffe auf die strategisch wichtige Brücke.

Russland verstärkt seine Befestigungsmaßnahmen um die Krim-Brücke, die das russische Festland mit der annektierten Halbinsel südlich des ukrainischen Festlands verbindet. Das beweisen aktuelle Satellitenaufnahmen, meldet die "Frankfurter Rundschau". Die Bilder geben dem Bericht zufolge einen ungewöhnlich detaillierten Blick auf die Schutzvorrichtungen, die Russland entlang der strategisch wichtigen Verbindung installiert.

Rund um die Brücke habe Russland schwimmende Bojen ausgebracht. Das sei auf Bildern zu erkennen, die in Google Earth hochgeladen wurden, sowie auf Aufnahmen der Copernicus-Satelliten der Europäischen Union. Wie es weiter heißt, entstanden die Satellitenbilder zwischen dem 7. Oktober 2025 und dem 16. Juni 2026. Sie zeigen demnach, wie die schwimmenden Elemente den Zugang zu den Brückenpfeilern und Zufahrten zusätzlich abschirmen.

Auch in den News:

Bojen und Netze gegen ukranische Drohnen

Wie Sidharth Kaushal, Senior Research Fellow beim Thinktank Royal United Services Institute (RUSI) in London, der Zeitung sagte, sollen die russischen Befestigungen ukrainische Drohnen verlangsamen, die mit Sprengstoff beladen sind. Das solle es dem russischen Militär erleichtern, angreifende Überwasserschiffe abzufangen. Zwar könnten derartige Barrieren Angriffe nicht verhindern, aber Zeit verschaffen, um Ziele zu identifizieren und zu bekämpfen.

Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf die Krim verstärkt, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Zuletzte habe sie Russland nach Angaben aus Moskau in der Nacht zum 26. Juni massiv mit Drohnen attackiert. Das russische Verteidigungsministerium teilte dpa zufolge mit, dass 660 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgewehrt worden seien. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass sprach von dem heftigsten ukrainischen Drohnenangriff seit Jahresbeginn.


Krim-Brücke entscheidend für Nachschub an die Front

Die Ukraine hat der FR zufolge erklärt, sie wolle die Halbinsel von Moskau abschneiden, indem sie russische Logistikstandorte ins Visier nimmt, die Operationen in der Südukraine stützen. Das ukrainische Militär zielt laut dpa seit einigen Monaten vor allem auf die russische Rüstungs- sowie die Öl- und Gasindustrie sowie auf Transportwege, um den Treibstoff-Nachschub für die russische Armee zu stören und dem Kreml die weitere Kriegsfinanzierung zu erschweren.

Als Reaktion auf die dadurch entstandenen Treibstoffengpässe beschloss das russische Parlament am Mittwoch (24. Juni) mehrere Gesetzesänderungen, teilte die Nachrichtenagentur Reuters mit. Diese sollen den heimischen Kraftstoffmarkt stabilisieren, indem unter anderem die Verwendung von Treibstoff geringerer Qualität bei der Benzinherstellung erlaubt und die Modernisierung von Raffinerien aufgeschoben wird.


Verwendete Quellen:

fr.de: "Befestigungen an der Krim-Brücke: Satellitenbilder zeigen Verteidigungsmaßnahmen gegen Ukraine-Drohnen"

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

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