Mikromond im Juni
Erdbeermond 2026: An diesem Tag kannst du ihn besonders gut sehen
Aktualisiert:
von Max Strumberger:newstime
Erdbeermond: Besonderes Spektakel im Juni
Videoclip • 01:20 Min • Ab 12
In der Nacht auf den 30. Juni zeigt sich der Erdbeermond von seiner spektakulärsten Seite. Was hinter dem Namen steckt, warum er 2026 ein Mikromond ist und wann sich der Blick nach oben lohnt, erfährst du hier.
Das Wichtigste in Kürze
Der Erdbeermond steht Ende Juni 2026 ungewöhnlich tief am Himmel und sorgt damit für ein seltenes Schauspiel.
Der Vollmond ist 2026 nicht nur der südlichste des Jahres, sondern auch ein Mikromond mit überraschender Geschichte im Namen.
Sterngucker sollten sich deshalb die Nacht vom 29. auf den 30. Mai rot im Kalender markieren.
Der Erdbeermond bringt Ende Juni 2026 ein Himmelsschauspiel, das Beobachter:innen in Deutschland besonders eindrucksvoll erleben können. In der Nacht auf den 30. Juni erreicht der Vollmond seinen Höhepunkt. Schon kurz nach seinem Aufgang zeigt er sich ungewöhnlich tief über dem Horizont und zieht damit alle Blicke auf sich.
Gerade dieser niedrige Stand macht den Juni-Vollmond so besonders. Weil sein Licht einen längeren Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegen muss, werden blaue Lichtanteile stärker herausgefiltert. Dadurch leuchtet der Mond häufig in goldgelben, orangefarbenen oder rötlichen Tönen. Hinzu kommt ein optischer Effekt: Nahe am Horizont wirkt der Mond für viele Menschen größer, als er tatsächlich ist.
Daher stammt der Name Erdbeermond
Astronomisch ist der Erdbeermond 2026 gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Er gilt als südlichster Vollmond des Jahres, weil er der Sonne nach der Sommersonnenwende genau gegenübersteht und deshalb besonders flach über den Südhimmel zieht. Zugleich handelt es sich um einen Mikromond: Der Mond befindet sich nahe seines erdfernsten Punkts und erscheint daher etwas kleiner und dunkler als ein durchschnittlicher Vollmond.
Sein Name führt allerdings leicht in die Irre. Mit der Farbe des Mondes hat der Begriff Erdbeermond nichts zu tun. Er stammt aus den Kalendertraditionen nordamerikanischer indigener Gemeinschaften, für die der Juni-Vollmond den Beginn der Erdbeerernte markierte. In Europa waren dagegen Namen wie Honigmond, Rosenmond oder Brachmond verbreitet, die auf Blütezeit, Ernte und alte Landwirtschaftszyklen verweisen.
Mit bloßem Auge gut erkennbar
Wer das Naturschauspiel erleben will, sollte am Abend des 29. Juni auf den 30. Juni um 01:57 Uhr direkt nach dem Mondaufgang nach Osten blicken. Ein freier Horizont und möglichst geringe Lichtverschmutzung bieten die besten Bedingungen. Technische Hilfsmittel sind nicht nötig: Schon mit bloßem Auge lässt sich verfolgen, wie der Sommer-Vollmond erst warm leuchtet und mit zunehmender Höhe langsam blasser wird.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
weather.com
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