Extremwetter
Temperaturrekorde geknackt: Hitze mit bis zu 41,5 Grad gemessen
Veröffentlicht:
von Fabia Söllner:newstime
Deutschland ächzt unter Extremhitze
Videoclip • 03:04 Min • Ab 12
Die Hitzewelle erreicht erneut einen Spitzenwert: An zwei aufeinanderfolgenden Tagen hat der Deutsche Wetterdienst vorläufig die bislang höchste Temperatur des Jahres in Deutschland registriert.
Das Wichtigste in Kürze
In Deutschland wurde ein neuer Hitzerekord gemessen.
In Sachsen wurden die 41,5 Grad erreicht.
Auch in anderen Bundesländern war es zeitweise über 41 Grad.
Der Juni endet in Deutschland mit außergewöhnlichen Hitzerekorden. Nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurde bereits den zweiten Tag in Folge ein neuer Temperaturhöchstwert gemessen. In Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt registrierte der DWD am Samstagnachmittag 41,5 Grad.
Einen Tag zuvor war in Saarbrücken-Burbach mit 41,3 Grad bereits ein neuer deutscher Rekord verzeichnet worden. Auch dort wurde der Wert am Samstag noch einmal übertroffen: Um 15 Uhr wurden 41,4 Grad gemessen. Die Angaben sind jedoch vorläufig und können später noch korrigiert werden. Der bisherige deutsche Hitzerekord lag bei 41,2 Grad und war am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen erreicht worden.
Mehrere Rekorde geknackt
Die anhaltende Hitzewelle hat im Juni bundesweit mehrere Wetterrekorde hervorgebracht. Neben dem neuen Allzeit-Höchstwert wurde auch ein neuer Temperaturrekord für den Monat Juni aufgestellt. Der bisherige Juni-Rekord von 39,6 Grad stammte vom 30. Juni 2019 und war in Bernburg in Sachsen-Anhalt gemessen worden.
Auch bei den Nachttemperaturen wurden neue Bestmarken erreicht. In Bad Bergzabern in Rheinland-Pfalz sank das Thermometer in den Nächten auf Donnerstag und Freitag laut vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes jeweils nicht unter 26,2 Grad. Damit wurde der bisherige Rekord für die wärmste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen eingestellt. Dieser war am 25. Juli 2019 am Weinbiet, ebenfalls in Rheinland-Pfalz, gemessen worden.
Auch Verkehr betroffen
Wegen der außergewöhnlichen Hitze empfehlen die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen, am Wochenende auf nicht notwendige Reisen im Fern- und Regionalverkehr zu verzichten. Die extremen Temperaturen belasten die Verkehrsinfrastruktur erheblich und führen auch im Bahnverkehr zu Einschränkungen.
Auch auf den Straßen macht sich die Hitze bemerkbar. Nach Angaben des ADAC gibt es auf zahlreichen Autobahnen in mehreren Bundesländern Sperrungen und Tempolimits. Ursache sind Hitzeschäden an den Fahrbahnen: Durch die Ausdehnung des Betons können sich Fahrbahndecken aufwölben. Besonders anfällig sind ältere und stark beanspruchte Straßenabschnitte sowie Bereiche, die bereits mehrfach instand gesetzt wurden.
Auch in den News:
Stellenweise Unwettergefahr durch Gewitter
Seit mehreren Tagen hält die Hitzewelle Deutschland fest im Griff. Vielerorts steigen die Temperaturen auf über 40 Grad. Besonders belastend ist, dass es auch nachts kaum abkühlt und sich die Hitze dadurch über mehrere Tage hinweg staut.
Für den Samstagabend und die Nacht zum Sonntag warnte der Deutsche Wetterdienst zudem vor einer zunehmenden Unwettergefahr im Norden und Nordwesten Deutschlands. Am Sonntag werden vor allem von Franken bis Brandenburg erneut Höchsttemperaturen zwischen 39 und 41 Grad erwartet. In der Lausitz könnten die Werte sogar auf bis zu 42 Grad steigen.
Extreme Wetterlagen durch Klimakrise häufiger
In den übrigen Landesteilen werden Höchsttemperaturen zwischen 32 und 38 Grad erwartet. Im Tagesverlauf steigt dort allerdings das Risiko für kräftige Gewitter mit Sturmböen, heftigem Regen und großem Hagel. Zu Beginn der neuen Woche sorgt ein Wetterumschwung für etwas Entlastung: Im Nordwesten sind einzelne Schauer möglich, im übrigen Bundesgebiet werden Regen und teils starke Gewitter erwartet. Dadurch gehen die Temperaturen auf meist 25 bis 29 Grad zurück. Im Osten und Südosten sind örtlich noch bis zu 31 Grad möglich, an den Küsten bleibt es etwas kühler.
Nach Einschätzung von Fachleuten treten solche extremen Wetterlagen infolge des Klimawandels immer häufiger auf. Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen, dass die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad in Deutschland in den vergangenen Jahren zugenommen hat.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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