Gegen den Klimawandel

Fridays for Future ruft zur Hitzedemo auf

Veröffentlicht:

von Christopher Ferner

:newstime

So heftig setzt die Rekordhitze Deutschland zu

Videoclip • 01:35 Min • Ab 12


Fridays for Future ruft wegen der Hitzewelle zur Demo auf. Doch die Sorge ums Klima wird in Umfragen längst von anderen Themen verdrängt.

Die hohen Temperaturen machen Mensch und Tier in Deutschland schon seit Tagen zu schaffen. Viele haben das Gefühl, den Klimawandel in Echtzeit zu spüren. Fridays for Future ruft deshalb zur Demo auf.

"So heiß war es noch nie: Gestern haben die Temperaturen in Deutschland alle bisherigen Rekorde gebrochen! Wir lassen das nicht auf uns sitzen: Morgen Abend (So) machen wir Hitzedemo!", heißt es dazu auf der Website der Organisation. Die Demo findet um 21 Uhr im Berliner Invalidenpark statt.


Was machen Fridays for Futire gerade?

Die derzeitige Hitze wäre für die Aktivist:innen eigentlich die perfekte Gelegenheit, um wieder auf sich aufmerksam zu machen. Doch schon seit längerer Zeit ist es ruhig um die Organisation geworden.

"Die Klimabewegung spielt im öffentlichen Diskurs aktuell keine große Rolle mehr. Das ist einer der Gründe, warum es schwer ist, viele Menschen auf die Straße zu bringen", sagte Simon Teune, Soziologe und Protestforscher an der Freien Universität Berlin, im April der Süddeutschen Zeitung. Für soziale Bewegungen sei es normal, dass es Phasen mit viel und dann wieder mit wenig Zulauf gebe, so der Wissenschaftler weiter.

Auch der Klimawandel selbst scheint die Menschen in Deutschland derzeit kaum mehr zu bewegen. Das Sorgenbarometer von Ipsos listet Inflation, Armut und soziale Ungleichheit sowie Kriege als die größten Sorgen der Deutschen. Das Thema Klimawandel beunruhigt dagegen gerade einmal 17 Prozent der Bevölkerung. Ob die aktuelle Wetterlage daran etwas ändert, bleibt abzuwarten – die Studie bezog sich auf den Monat Mai.

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Verwendete Quellen:

Fridays for Future

Süddeutsche Zeitung: "Klimawandel? Puh, schwierig"

Ipsos

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