Hisbollah gegen Israel
Hisbollah-Chef bezeichnet Abkommen Libanons mit Israel als "Schande"
Veröffentlicht:
von Fabia Söllner:newstime
Diese Deutsche trotzt der Hisbollah
Videoclip • 02:07 Min • Ab 12
Die unter Vermittlung der USA ausgehandelte Vereinbarung stößt auf Kritik. Die Hisbollah fordert die libanesische Regierung auf, das Abkommen nicht weiterzuverfolgen und ihre Zustimmung zurückzuziehen.
Das Wichtigste in Kürze
Dem geplante Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon stimmt Hisbollah-Chef Naim Kassim nicht zu.
Er spricht unter anderem von einer Demütigung.
Die Hisbollah sehen Verhandlungen weiterhin als Kapitulation.
Hisbollah-Chef Naim Kassim hat das geplante Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon scharf kritisiert. Er bezeichnete die Vereinbarung als demütigend und warf der Regierung vor, damit die staatliche Souveränität aufzugeben. Zugleich forderte er Beirut auf, das Abkommen zurückzunehmen und frühere Entscheidungen zu überdenken, da diese dem Land schaden würden.
Besonders kritisierte Kassim die vorgesehene Verknüpfung eines israelischen Truppenabzugs aus dem Südlibanon mit der Entwaffnung der Hisbollah. Dies überschreite aus seiner Sicht eine rote Linie, verschaffe Israel Einfluss auf die inneren Angelegenheiten des Libanon und rechtfertige eine anhaltende militärische Präsenz im Süden des Landes.
Hisbollah lehnen Verhandlungen ab
Kassim kündigte an, dass die Hisbollah ihren Kampf gegen Israel fortsetzen werde. Neben diplomatischen und politischen Bemühungen für einen vollständigen israelischen Rückzug wolle die Miliz nach eigenen Angaben auch militärisch aktiv bleiben, solange israelische Truppen im Libanon stationiert seien.
Vertreter:innen Israels und des Libanons hatten in den vergangenen Tagen unter Vermittlung der USA in Washington über eine mögliche Beendigung des Konflikts verhandelt. Die Hisbollah war an diesen Gesprächen nicht beteiligt, da sie nicht Teil der libanesischen Regierung ist. Am Donnerstagabend einigten sich beide Staaten auf ein Rahmenabkommen, das den Kriegszustand zwischen den Nachbarländern beenden soll. Die Hisbollah lehnt die Verhandlungen jedoch weiterhin ab und bezeichnet sie als Kapitulation.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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