Rüstungsindustrie

Vincorion-Aktie: So lief der erste Tag an der Börse

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

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Deutsche Rüstungs-Exporte auf Rekordniveau (12. März)

Videoclip • 01:22 Min • Ab 12


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Der Rüstungszulieferer Vincorion aus dem schleswig-holsteinischen Wedel geht an die Börse. Eine weitere deutsche Rüstungsfirma steht schon in den Startlöchern.

Am Freitag (20. März) ist der Rüstungszulieferer Vincorion mit einem deutlichen Plus an die Börse gegangen. Am Morgen lag der Kurs des norddeutschen Unternehmens aus Wedel bei 19,30 Euro und stieg danach auf 19,85 Euro. Damit wurde der Preis von 17 Euro, für den Investor Star Capital sich von einigen Anteilen getrennt hatte, deutlich überboten.

Auch andere Unternehmen der Rüstungsbranche verzeichneten am selben Tag Kursgewinne. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs boomt das Rüstungsgeschäft, weswegen deutsche Rüstungsunternehmen zunehmend attraktiver für Investor:innen werden.

Mechatronik und Generatoren von Vincorion

Vincorion ist anders als Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall noch relativ unbekannt. Der Firmenname besteht aus dem lateinischen Wort "vincere" ("siegen") und dem Sternbild Orion. Vincorion stellt etwa für Panzer und Flugabwehrsysteme Mechatronik, Generatoren und andere Energielösungen her. Mit dem Börsengang will die Firma unter Investor:innen Bekanntheit erlangen.

Das Unternehmen beschäftigt 900 Mitarbeitende und verzeichnete 2025 einen Umsatz von 240 Millionen Euro. In den Auftragsbüchern waren zum Jahreswechsel Aufträge im Wert von 1,1 Milliarden Euro eingetragen. Vincorion gehörte vor vier Jahren noch zum Thüringer Technologiekonzern Jenoptik, dann übernahm der britische Investor Star Capital. Er bleibt weiterhin Hauptaktionär.

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KNDS plant Börsengang

Deutschland war 2025 der weltweit viertgrößte Waffenexporteur.  Zahlreiche deutsche Konzerne profitieren deshalb von der hohen Nachfrage nach Rüstungsgütern. An der Börse vertreten sind unter anderem Rheinmetall, Renk, Hensoldt und ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS). Die bekannte Waffenschmiede Heckler & Koch ist nur mit einem winzigen Anteil an der Börse notiert. Das Unternehmen Gabler aus Lübeck ging erst vor wenigen Wochen an die Börse.

Noch in diesem Jahr will der Rüstungskonzern KNDS den Börsengang wagen. Das Unternehmen entstand 2015 aus einer Fusion des deutschen Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter, denen es jeweils zur Hälfte gehört. Insgesamt sind 8.500 bei KNDS beschäftigt. Das Unternehmen stellt Panzer, Artillerie und Flugabwehr her.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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