Gegen Irans Drohnen

Netanjahu will Selenskyjs Abwehrdrohnen – die Ukraine eine Gegenleistung

Veröffentlicht:

von Christopher Schmitt

:newstime

Israel tötet Irans Geheimdienstchef

Videoclip • 02:14 Min • Ab 12


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Im Kampf gegen Irans Drohnen hofft Israels Ministerpräsident Netanjahu auch auf Expertise aus Kiew. Der ukrainische Präsident Selenskyj zeigt sich gesprächsbereit – und möchte etwas im Gegenzug.

Iranische Drohnen bedrohen Kiew und Tel Aviv gleichermaßen – Russland nutzt sie seit Jahren im Ukraine-Krieg, die Islamische Republik schickt sie aktuell nach Israel. Deshalb sucht der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Nachdem israelischen Medien zufolge Netanjahu um gemeinsame Verhandlungen gebeten hatte, wurden diese nun von Seiten Selenskyjs bestätigt.

Unter anderem die "Times of Israel" berichtete, Netanjahu interessiere sich für die ukrainischen Abfangdrohnen. Diese seien nicht nur effektiv gegen iranische Drohnen, sondern auch preiswert zu erwerben. Auch der ukrainische Botschafter in Israel, Jewgen Kornjtschuk, bestätigte, eine entsprechende Anfrage erhalten zu haben. Kornjitschuks Aussage nach werde ein Treffen wahrscheinlich zu Beginn der kommenden Woche (ab 23. März) stattfinden.

Wie "Euronews" berichtet, erklärte der Präsident der Ukraine, er sei zu Gesprächen bereit. Offenbar erwartet Selenskyj jedoch eine Gegenleistung. Netanjahu habe, was er brauche, "und ich habe, was er braucht". Er sei also bereit für diesen Dialog. Details zum Wunschzettel an Jerusalem nannte er nicht.

Selenskyj lobt ukrainisches Luftabwehrsystem

Allerdings verdeutlichte er in einer anderen Erklärung, dass es kein Luftabwehrsystem gebe, welches wirklich effizient gegen die Drohnen aus Teheran vorgehen könne. "Tausende Patriot-Raketen können zehntausende iranische Shaheds nicht aufhalten", so der ukrainische Präsident. Eine solche Drohne sei "vierzigmal billiger als eine einzelne Patriot-Rakete", vom gesamten System ganz zu schweigen. Die Ukraine verfüge "über das gesamte Luftverteidigungssystem, mit Ausnahme der ballistischen Fähigkeiten".

Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran sowie Teherans Vergeltungsschlägen teilte die Ukraine bereits entsprechende Expertise. Bereits am 10. März bestätigte Wolodymyr Selenskyj die Entsendung dreier Teams von Militärexperten nach Katar, in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie nach Saudi-Arabien.


Verwendete Quellen:

euronews: "Selenskyj ist bereit, mit Netanjahu über Drohnenabwehr zu sprechen"

The Times of Israel: "Netanyahu trying to arrange call with Ukraine’s Zelensky, reportedly to discuss Iranian drones"

The Times of Israel: "Zelensky: Ukraine can supply 1,000 interceptor drones to bolster allies against Iran"

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