Schlägerei in Kiel

Maddie-McCann-Verdächtiger Christian B. prügelt sich mit Nachbarn

Aktualisiert:

von Joachim Vonderthann

:newstime

Verdächtiger im Fall Maddie wieder auf freiem Fuß

Videoclip • 01:09 Min • Ab 12


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Seit September 2025 ist er auf freiem Fuß. Jetzt ist der im Fall Madeleine "Maddie" McCann verdächtige Christian B. in Kiel in eine Schlägerei geraten und verletzt worden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neuer Wirbel um den "Maddie"-Hauptverdächtigen Christian B.

  • In Kiel soll er nach "Bild"-Informationen in eine Schlägerei verwickelt gewesen sein.

  • Derweil prüfen britische Behörden offenbar, ob B. nach Großbritannien ausgeliefert werden könnte.

Christian B. (49), Hauptverdächtiger im Fall der verschwundenen Madeleine "Maddie" McCann, sorgt erneut für Schlagzeilen. Nach Informationen der "Bild" ist er in Kiel in eine gewaltsame Auseinandersetzung geraten und dabei verletzt worden.

Dem Bericht zufolge soll B. am 20. April in seiner Nachbarschaft über einen Zaun auf ein Privatgrundstück geklettert sein. Dort sei er von einem bislang Unbekannten, mutmaßlich dem Eigentümer des Grundstücks, angegriffen und mit Fäusten geschlagen worden. B. soll zurückgeschlagen haben und anschließend selbst die Polizei gerufen haben.


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Die Polizei in Kiel ermittelt nun wegen "wechselseitiger Körperverletzung" gegen beide Beteiligte. RTL hatte berichtet, B. sei nach der Schlägerei festgenommen worden und befinde sich in Haft. Diese Darstellung widerspricht jedoch den "Bild"-Informationen. Anwalt Philipp Marquort sagte gegenüber BILD: "Ich habe gerade mit ihm telefoniert. Er wurde nicht vorläufig festgenommen und sitzt auch nicht in Haft."

Auch die Polizei in Kiel bestätigte, dass es im Anschluss an die Auseinandersetzung keine Festnahme gegeben hat. Laut "Bild" soll B. nach der Prügelei allerdings ambulant in einem Krankenhaus behandelt worden sein.

Christian B. war im September 2025 nach siebeneinhalb Jahren Haft wegen Vergewaltigung einer 72-jährigen Frau aus der Justizvollzugsanstalt Sehnde entlassen worden. Seitdem lebt er unter strengen Auflagen, steht unter Aufsicht der Polizei und trägt eine elektronische Fußfessel. Dem Bericht zufolge musste er in den vergangenen Monaten mehrfach den Wohnort wechseln – Grund seien Übergriffe und Proteste von Anwohner:innen gewesen.

Im Jahr 2020 war öffentlich geworden, dass BKA und Staatsanwaltschaft Braunschweig im Fall der verschwundenen Maddie gegen B. ermitteln. Das damals dreijährige Mädchen war 2007 aus einem Ferienapartment ihrer Eltern im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. B., ein mehrfach vorbestrafter Sexualstraftäter, lebte zu dieser Zeit in der Nähe. Ein mutmaßlich B. zugeordnetes Handy soll am Abend des Verschwindens in einer Funkzelle nahe dem Tatort eingeloggt gewesen sein.

Trotz zahlreicher Hinweise ist bis heute keine Anklage gegen B. im Fall Maddie erhoben worden. Es gilt die Unschuldsvermutung. Zuletzt hatten britische Medien berichtet, englische Ermittlungsbehörden würden an einer Auslieferung Brückners nach Großbritannien arbeiten, um ihm dort den Prozess zu machen. Ein Scotland-Yard-Insider sagte dem "Telegraph": "Nächstes Jahr jährt sich das Verschwinden von Madeleine McCann zum 20. Mal. Sollten die Beweise für eine Auslieferung des Hauptverdächtigen und seinen Prozess hier ausreichen, würden wir genau das anstreben." Einen Haftbefehl gibt es nach "Bild"-Informationen derzeit aber nicht.

Eine mögliche Auslieferung dürfte aber an der deutschen Gesetzgebung scheitern. Diese verbietet es, deutsche Staatsbürger:innen in ein Nicht-EU-Land, das Großbritannien seit dem Brexit ist, auszuliefern.

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Verwendete Quellen:

Bild: "Maddie-Verdächtiger in Schlägerei verwickelt"

Nachrichtenagentur dpa

t-online: "Maddie-Verdächtiger Christian B. in Schlägerei verwickelt"

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