Zweifel am Tatverdacht

Toter Jugendlicher in Eckernförde: Polizei lässt bisher Verdächtigen frei

Veröffentlicht:

von Jana Wejkum

Auf einem Supermarktparkplatz in Eckernförde ist ein Streit so eskaliert, dass ein Jugendlicher gestorben ist. (Archivbild)

Bild: --/Danfoto/dpa


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Ein festgenommener Mann aus Bremen ist wieder auf freiem Fuß. Welche Erkenntnisse die Polizei dazu bewogen haben, an seiner Schuld im Fall eines getöteten Jugendlichen zu zweifeln.

Ein im Zusammenhang mit dem getöteten Jugendlichen in Eckernförde festgenommener Mann wurde am Donnerstag (19. März) aus der Haft entlassen. Der 23-jährige Bremer wurde am Montag (16. März) festgenommen, weil er des Totschlags verdächtigt worden war. Angesichts neuer Erkenntnisse haben Polizei und Staatsanwaltschaft ihre Meinung geändert: "Er hat für die Tatzeit ein Alibi angegeben, das nach Überprüfungen durch die Mordkommission zutreffen dürfte."

Rätsel um weißen Golf: Wer waren die Insassen?

Ein weißer Golf war der Hauptgrund, warum der Mann festgenommen worden war. Das Fahrzeug war auf seinen Namen angemietet worden. Zeug:innen hatten in dem Zusammenhang einen Mann beschrieben, der ihm ähnlich sah. "Nach den weiteren Ermittlungen ist allerdings möglich, dass der Pkw von Dritten unter Verwendung des Namens und Ausweises des 23-Jährigen angemietet worden war", heißt es seitens der Polizei und Staatsanwaltschaft.

Man gehe davon aus, "dass in dem Fahrzeug zwei Leute gesessen haben", erklärt der Kieler Oberstaatsanwalt Michael Bimler der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Ermittlungen liefen "auf Hochtouren weiter". Eine Person sei bereits identifiziert worden, die andere werde noch gesucht.

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Auto fuhr nach Streit davon

Auf einem Supermarktparkplatz im schleswig-holsteinischen Eckernförde war am Abend des 11. März ein Streit eskaliert. Ein 15-jähriger Jugendlicher wurde anschließend drei Kilometer entfernt tot aufgefunden. Zeug:innen hatten zuvor beobachtet, wie ein Auto den Parkplatz verlassen hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuletzt eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung von Tatbeteiligten führen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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