Über 5.000 Dollar
Gold-Rausch: Edelmetall knackt wieder Rekorde – was Trump damit zu tun hat
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Goldpreis erstmals über 5.000 Dollar
Videoclip • 30 Sek • Ab 12
Geopolitische Krisen, Trumps Politik und sinkende Zinsen lassen den Goldpreis explodieren. Expert:innen prophezeien einen weiteren Anstieg auf 5.400 Dollar. Wer profitiert vom Gold-Boom?
Das Wichtigste in Kürze
Der Goldpreis hat erstmals die Marke von 5.000 Dollar je Feinunze geknackt und setzt seine Rekordjagd fort.
Geopolitische Krisen und die Unsicherheiten durch Trumps Politik treiben die Nachfrage weiter an.
Expert:innen sehen noch deutlich Luft nach oben.
Der Goldpreis kennt derzeit nur eine Richtung: steil nach oben! Die historische Marke von 5.000 US-Dollar pro Feinunze wurde am Montag (26. Januar) pulverisiert und der neue Rekordwert liegt bereits bei satten 5.111 Dollar. Nach einem Anstieg, der so stark ist wie seit 1979 nicht mehr, fragen sich viele: Was steckt hinter diesem Gold-Rausch?
Der wichtigste Treiber hinter dem Gold-Boom lautet Unsicherheit. In den ersten Wochen des Jahres suchen Anleger:innen verstärkt Schutz vor geopolitischen Risiken. Der US-Angriff auf Venezuela, niedergeschlagene Massenproteste im Iran und der Grönland-Streit haben das Vertrauen der Investor:innen erschüttert. Bei solch weltweiten Krisen erhöhen sowohl private als auch institutionelle Anleger:innen typischerweise ihren Goldanteil, wie eine DZ-Bank-Studie bestätigt.
Der Trump-Faktor
Ein Jahr nach seinem Amtsantritt wird immer deutlicher: Donald Trump hat die Weltordnung erschüttert. Seine Attacken auf die US-Notenbank Fed und persönliche Angriffe gegen deren Chef Jerome Powell schüren Ängste um die Unabhängigkeit der Zentralbank. Diese Sorge belastet wiederum den US-Dollar und amerikanische Staatsanleihen. Die Folge: Investoren flüchten in Gold als Alternative.
Neben institutionellen Anleger:innen greifen zunehmend Privatanleger:innen zu, wie Analyst:innen von Goldman Sachs bestätigen. Besonders beliebt sind Gold-ETFs – Wertpapiere, die mit physischem Gold hinterlegt sind. Diese erlauben auch Kleinanleger:innen, vom Boom zu profitieren.
"Die Bestände stiegen am stärksten in den USA", berichtet Rohstoffexpertin Barbara Lambrecht von der Commerzbank, doch auch in Asien sei das Kaufinteresse hoch.
Besonders interessant: Auch Notenbanken stocken ihre Goldreserven massiv auf. Zentralbanken aus Schwellenländern reduzieren ihre Dollar-Abhängigkeit und setzen verstärkt auf Gold. Allen voran: China. Aber auch Polen plant spektakuläre Goldkäufe – weitere 150 Tonnen sollen erworben werden, um sich vor geopolitischen Instabilitäten zu schützen.
Wie weit kann der Goldpreis noch steigen?
Die Antwort der Expert:innen ist eindeutig: Es geht noch höher! Goldman Sachs sorgte kürzlich für Aufsehen mit einem Preisziel von 5.400 Dollar für Ende 2026. Ein wichtiger Faktor dabei: die erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank Fed. Da Gold selbst keine Zinsen abwirft, machen sinkende Zinsen bei anderen Anlagen wie Staatsanleihen das Edelmetall attraktiver.
"Längerfristig dürfte sich die Aufwärtsbewegung vor dem Hintergrund der intakten Treiber fortsetzen", prognostiziert die DZ Bank.
Auch in den News:
Die goldene Erfolgsgeschichte
Bereits 2025 hat Gold eine beeindruckende Performance hingelegt. Bis Ende Dezember verzeichnete das Edelmetall ein Plus von sagenhaften 68 Prozent seit Jahresbeginn. Zum Vergleich: Der Bitcoin legte in der gleichen Zeit nur um knapp acht Prozent zu, der Dax stieg um etwa 20 Prozent.
Die Gründe für den spektakulären Aufstieg sind vielfältig, aber eines ist klar: Gold glänzt in Krisenzeiten besonders hell, und derzeit gibt es für Expert:innen kein Ende dieser Entwicklung in Sicht.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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