Gerichtsdrama entfacht

Milliardenklage und Gegenklage: Melania Trump in juristischem Tauziehen um Epstein-Verbindung

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

First Lady Melania Trump droht mit einer Milliardenklage, um Berichte über ihre Verbindung zu Jeffrey Epstein zu unterdrücken.

Bild: picture alliance / ZUMAPRESS.com


Melania Trump versucht, durch eine Milliardenklage Berichte über ihre Verbindung zu Jeffrey Epstein zu unterbinden. Autor Michael Wolff schlägt zurück und will die First Lady und ihr Umfeld unter Eid aussagen lassen – ein brisantes Verfahren beginnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Melania Trump droht mit einer Milliardenklage, um Berichte über ihre Verbindung zu Jeffrey Epstein zu unterdrücken.

  • Autor Michael Wolff klagt zurück und fordert Aussagen unter Eid von Melania Trump und ihrem Umfeld.

  • Das Verfahren könnte sich durch juristische Winkelzüge über Jahre hinziehen und brisante Details ans Licht bringen.

Melania Trump steht erneut im Rampenlicht – diesmal jedoch nicht durch ihren Dokumentarfilm, der am 30. Januar veröffentlicht wird, sondern durch ein juristisches Drama, das ihre Verbindung zum verstorbenen Pädophilen Jeffrey Epstein beleuchtet. Die First Lady hat eine Milliardenklage angedroht, um Berichte über ihre Vergangenheit zu stoppen. Doch der bekannte Autor Michael Wolff, der bereits mehrere Bücher über die Trumps verfasst hat, lässt sich davon nicht einschüchtern und hat eine Gegenklage eingereicht.

Wolffs Vorgehen basiert auf einem rechtlichen Instrument namens "anti-SLAPP". Diese spezielle Art der Klage wird genutzt, um rechtliche Schritte abzuwehren, die darauf abzielen, Kritiker:innen mundtot zu machen oder finanziell auszuhungern. Der Autor argumentiert, dass die Trumps mit ihren Abmahnungen ein "Klima der Angst" schaffen wollten, um die Meinungsfreiheit einzuschränken. Laut der "Seattle Times" strebt Wolff an, dass Melania Trump unter Eid aussagen muss, wie sie Donald Trump kennengelernt hat und wie ihre Beziehung zu Jeffrey Epstein war.

Ein juristisches Tauziehen beginnt

Offiziell soll Melania Trump ihren späteren Ehemann Donald 1998 bei einer Party des Model-Agenten Paolo Zampolli getroffen haben. Wolff zweifelt jedoch an dieser Darstellung und möchte im Rahmen des sogenannten "Discovery"-Prozesses weitere Informationen sammeln. Dabei können Anwält:innen beider Parteien Dokumente anfordern und Personen unter Eid befragen. Wolff will herausfinden, ob Epstein tatsächlich eine Rolle in der Beziehung zwischen den Trumps gespielt hat.

Doch die Trumps geben sich kampflustig: Sie versuchen, den Fall von einem Gericht in Manhattan an ein Bundesgericht in Florida zu verlegen, wo Richter:innen arbeiten, die von Donald Trump nominiert wurden. Die Begründung? Melania habe ihren Wohnsitz nach Florida verlegt. Wolffs Seite bestreitet dies und fordert Beweise für den angeblichen Umzug.

Melania geht auch gegen Biden-Sohn vor

Bemerkenswert ist auch, dass Melania Trumps Anwälte nicht nur gegen Michael Wolff vorgehen, sondern im August letzten Jahres auch gegen Hunter Biden, den Sohn von Ex-Präsident Joe Biden. Biden hatte behauptet, Epstein habe die Trumps einander vorgestellt – eine Aussage, die Melanias Anwälte als "falsch und verleumderisch" zurückweisen. Trotz einer Drohung mit einer Milliardenklage bleibt Hunter Biden bei seiner Aussage und zeigt sich unbeeindruckt.

Während die Trumps weiterhin versuchen, juristische Winkelzüge einzusetzen, bleibt die Gegenklage von Michael Wolff bestehen. Der Autor betont seine Entschlossenheit, die Wahrheit aufzudecken und Menschen aus Melanias Umfeld sowie Epsteins Bekannte unter Eid aussagen zu lassen. Doch gleichzeitig zeigt er sich skeptisch gegenüber dem Einfluss von Richter:innen, die von Donald Trump ernannt wurden. "Das ist offensichtlich ein Faktor", sagt Wolff über den Prozessverlauf.

Zwischen Entschlossenheit und Unsicherheiten

Obwohl die Trumps rechtlich massiv Druck ausüben, glaubt Wolff nicht daran, dass diese Strategie langfristig erfolgreich sein wird. "Es lässt dich dumm und wie ein A******** aussehen", kommentiert er scharf. Auch Hunter Biden schlägt in dieselbe Kerbe und fordert die Trumps offen heraus: "Wenn du mich verklagen willst – nur zu!" Beide scheinen entschlossen zu sein, die juristische Auseinandersetzung fortzuführen.

Wie sich das Verfahren weiterentwickeln wird, bleibt unklar. Das rechtliche Tauziehen könnte sich über Monate oder Jahre hinziehen – je nachdem, ob es den Trumps gelingt, den Fall vor ein für sie günstigeres Gericht zu bringen. Doch eines steht fest: Das Drama rund um Melania Trump und ihre Verbindung zu Jeffrey Epstein sorgt nicht nur für Schlagzeilen, sondern könnte auch brisante Enthüllungen ans Licht bringen.


Verwendete Quellen:

The "Seattle Times": "Michael Wolff sues Melania Trump over effort to kill tell-all book"

Mehr entdecken