Wetter
Schneefall, Eis und gefrierender Regen: Wintereinbruch sorgt für Verspätungen im Bahnverkehr
Aktualisiert:
von dpa:newstime
Eingeschneite und vereiste Weichen behindern Bahnverkehr
Videoclip • 01:07 Min • Ab 12
Neuschnee und Glätte sorgen in der Nacht und am Morgen für viele Unfälle, Züge fallen aus oder verspäten sich. Laut Deutschem Wetterdienst ist Entspannung noch nicht in Sicht.
Das Wichtigste in Kürze
Schnee, Eis und gefrierender Regen behindern am Montag (26. Januar) den Verkehr auf Straßen und Schienen.
Aufgrund des Winterwetters fallen Fern- und Nahverkehrszüge teils aus oder sind verspätet.
Der Deutsche Wetterdienst rechnet weiterhin mit Schnee und in der kommenden Nacht mit glatten Straßen.
Neuschnee und Eisregen haben Auto- und Bahnfahrenden am Montag (26. Januar) in ganz Deutschland den Weg zur Arbeit erschwert. Auf glatten Straßen ereigneten sich in der Nacht und am Morgen Hunderte Unfälle.
Eine Front mit Niederschlägen überquerte Deutschland von Südwesten nach Nordosten. Auch für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen war es mancherorts gefährlich glatt, wenn sich Regen auf gefrorenen Böden sofort zu Eis verwandelte.
Wintereinbruch behindert Bahnverkehr
Winterliche Bedingungen haben in Teilen Ostdeutschlands für Einschränkungen und Ausfälle im Fernverkehr der Deutschen Bahn gesorgt. Derzeit kommt es laut Bahn zu Ausfällen und Verspätungen bei der ICE-Verbindung von Frankfurt über Eisenach, Erfurt und Leipzig nach Dresden.
Grund dafür sind demnach die Auswirkungen von Schnee und Eis auf die Bahninfrastruktur im Raum Frankfurt am Main. Zu Ausfällen und Verspätungen kommt es auch auf den Bahn-Fernverkehrsverbindungen zwischen Magdeburg und Berlin.
Betroffen von Verspätungen ist außerdem auch die Intercity-Verbindung über Magdeburg, Halle und Leipzig nach Dresden wegen Wetterauswirkungen im Raum Hannover. Die Züge von München über Erfurt, Leipzig, Bitterfeld und Wittenberg nach Berlin fahren aktuell ebenfalls verspätet. Grund sind hier Wetterauswirkungen im Raum Nürnberg. Verspätungen gibt es auch auf der ICE-Verbindung über Erfurt und Halle nach Berlin.
Auch im weiteren Tagesverlauf rechnet die Bahn laut Fahrplanauskunft mit Verspätungen.
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Viele Unfälle mit meist glimpflichem Ausgang
Die Unfälle auf eisglatten Straßen gingen meistens mit Blechschäden aus. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Auf einigen Autobahnabschnitten blieben nach starkem Schneefall Lastwagen liegen und blockierten die Strecken. In Thüringen zählte die Polizei 97 Verkehrsunfälle innerhalb von acht Stunden.
In Berlin musste der Straßenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden. Rund 40 Trams steckten im Streckennetz fest. Auch eine U-Bahnlinie war auf einem oberirdischen Streckenabschnitt unterbrochen. Ein kurzes Autobahnstück in Berlin wurde wegen Eisglätte gesperrt. Die gestreuten Hauptstraßen in der Stadt waren hingegen problemlos befahrbar.
Auch andernorts war der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt oder wurde vorübergehend eingestellt. Bis zum Vormittag wurden fast alle Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aufgehoben. Mit Stand 10:30 Uhr galten noch Unwetterwarnungen wegen starken Schneefalls in Teilen Frankens.
Lkw bleiben im Schnee stecken
Den Südwesten Deutschlands hatte die Schneefront bereits am Sonntagabend (25. Januar) erreicht. Dort fielen bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. In Stuttgart wurden am Abend rund 70 Unfälle auf glatten Straßen gezählt, in der Region Ulm mehr als 50. Schwere Unfälle waren nicht dabei.
Bei Weinsberg in Baden-Württemberg blieben in der Nacht auf einer Verbindungsstrecke von zwei Autobahnen 15 bis 20 Autos und Lastwagen im Schnee stecken, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Bei Bad Hersfeld in Hessen blockierten Lastwagen Fahrspuren, "weil die Fahrer meinten, bei dem Schnee noch überholen zu müssen", wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Fulda sagte. In mehreren Landkreisen Niedersachsens wurde der Schulunterricht wegen der gefährlichen Anfahrtswege abgesagt.
Auch in den News:
Auto rutscht in Vorgarten einer Kirche
Bei Nürnberg geriet ein Mann mit seinem Auto auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen und landete im Vorgarten einer Kirche. Der Wagen kam in Happurg von der abschüssigen Straße ab, fuhr auf das Gelände der Kirche und stieß gegen eine Treppe am Gebäude. Rettungskräfte brachten den 34-Jährigen leicht verletzt ins Krankenhaus.
Weiterhin Glättegefahr
Entspannung ist erst einmal nicht in Sicht. Der Wetterdienst erwartet im Tagesverlauf in vielen Teilen Deutschlands weitere Schneefälle, die allmählich nachlassen. Mit den größten Schneemengen sei von Osthessen bis nach Oberfranken zu rechnen, örtlich bis zu 15 Zentimeter. Abseits der Küsten bleibt es frostig bei 0 bis minus 5 Grad. Mit gefrierender Nässe ist vor allem nachts zu rechnen.
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