Zu seinem 80. Geburtstag
UFC-Kampf vor dem Weißen Haus: US-Gericht gibt grünes Licht für Trumps Käfig-Spektakel
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Donald Trump wird 80: Ein Leben zwischen Erfolg und Skandalen
Videoclip • 01:44 Min • Ab 12
Vor dem Weißen Haus steht bereits das Oktagon, nun ist auch juristisch der Weg frei: Ein Bundesrichter hat den Eilantrag gegen das UFC-Event abgewiesen. Damit wird das umstrittene Spektakel am Sonntag wie geplant über die Bühne gehen.
Das Wichtigste in Kürze
Ring frei für das wohl spektakulärste Kampfsportevent des Jahres.
Direkt auf dem Rasen des Weißen Hauses wird am Sonntag zu Donald Trumps Geburtstag ein UFC-Event abgehalten.
Trotz massiver Kritik und Klagen von Aktivisten hat ein US-Gericht entschieden, dass die Käfigkämpfe wie geplant stattfinden dürfen.
Das umstrittene Kampfsport-Spektakel auf dem Gelände des Weißen Hauses kann wie geplant an diesem Wochenende stattfinden. Ein Bundesrichter in Washington wies einen Eilantrag der Organisation "Public Integrity Project" ab, die versucht hatte, das Event "UFC Freedom 250" in letzter Minute zu stoppen. Richter Amit P. Mehta begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass die Kläger nicht ausreichend nachweisen konnten, dass ihnen durch die Veranstaltung ein dauerhafter oder irreparabler Schaden droht. Zudem sei die Klage schlicht zu spät eingereicht worden, da die Vorbereitungen für das Event bereits seit Monaten bekannt waren.
Am Sonntag feiert US-Präsident Donald Trump seinen 80. Geburtstag. Offiziell dient das Spektakel zwar den Feierlichkeiten rund um das anstehende 250. Jubiläum des US-Unabhängigkeitstages, doch die Nähe zum Geburtstag des Präsidenten sorgt für zusätzliche Brisanz. Veranstalter ist die Ultimate Fighting Championship (UFC), die weltweit führende Liga für Mixed Martial Arts (MMA). Bei diesem oft blutigen Vollkontaktsport werden verschiedene Kampftechniken wie Boxen, Ringen, Kickboxen und Jiu-Jitsu miteinander kombiniert, was die Austragung an einem geschichtsträchtigen Ort wie dem Weißen Haus besonders kontrovers macht.
Eigene Arena auf dem Rasen errichtet
Für das Event wurde auf dem geschichtsträchtigen Südrasen des Weißen Hauses bereits eine temporäre Arena namens "The Claw" errichtet. Dabei handelt es sich um einen für die UFC typischen achteckigen Käfig, das sogenannte Oktagon, das von Zuschauertribünen umgeben und von einer riesigen Kuppel überspannt wird. Die Zuschauerränge bieten Platz für mehr als 4.000 geladene Gäste. Das Weiße Haus zeigte sich in einer Stellungnahme erleichtert über das Gerichtsurteil und sprach von einer "einzigartigen Feier", während die UFC schätzungsweise 60 Millionen US-Dollar in die Produktion des Wochenendes investiert hat.
Die Kritiker:innen werfen Trump vor, das geschützte nationale Wahrzeichen für kommerzielle Zwecke zu missbrauchen. Die Kläger argumentierten, Trump gewähre UFC-Chef Dana White – zu dem er seit Jahren eine enge persönliche Freundschaft pflegt – unzulässigen Zugang zum Weißen Haus und dem Lincoln Memorial, um ein privates, gewinnorientiertes Sportevent mit enormen Werbe- und Branding-Möglichkeiten zu veranstalten. Zudem wurde bemängelt, dass für die schweren Bauwerke auf dem geschützten Bundesgelände keine umfassende Umweltprüfung stattgefunden habe. Brendan Ballou, der Anwalt der Kläger, sprach nach dem Urteil von "Korruption", bei der eine Handvoll Personen auf Kosten öffentlicher Denkmäler profitiere.
Mehr als 120.000 Zuschauer:innen erwartet
Trotz der heftigen Proteste blickt die US-Hauptstadt nun einem logistischen Großereignis entgegen. Das Kampfsport-Wochenende umfasst nicht nur die Kämpfe am Sonntag, sondern auch eine Pressekonferenz am Lincoln Memorial sowie das offizielle Wiegen der Kämpfer. Neben den geladenen Gästen in der Arena wird mit einem gigantischen Ansturm der Öffentlichkeit gerechnet: Für ein zweitägiges Fan-Festival im Ellipse-Park, der sich zwischen dem Weißen Haus und dem Washington Monument befindet, werden laut Gerichtsdokumenten mehr als 120.000 Besucher:innen erwartet.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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