Krieg im Nahen Osten

Trump spricht von nahendem Iran-Deal – schon zum 39. Mal

Aktualisiert:

von Max Strumberger

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Trump: Durchbruch bei Iran-Verhandlungen

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Donald Trump kündigt seit Monaten einen Durchbruch im Iran-Konflikt an – und hat schon wieder nachgelegt. Behält er im 39. Versuch Recht?

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Deal mit Iran stehe unmittelbar bevor, behauptet Donald Trump immer wieder.

  • Mindestens 39-mal hat er einen baldigen Durchbruch angekündigt.

  • Kritiker:innen sprechen längst von Täuschung, während Teheran weiter auf Konfrontation setzt.

Er hat es wieder getan: "Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Donald Trump – und suggerierte erneut, ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges sei ganz nah. Schon wieder: Zum mindestens 39. Mal erklärte Trump laut den vorliegenden Texten öffentlich, Iran wolle "unbedingt" einen Deal, habe "fast allem zugestimmt" oder befinde sich in der Schlussphase der Verhandlungen.

Dem Republikaner zufolge werden schon in Kürze die entsprechenden Dokumente fertiggestellt, möglicherweise würden sie bereits am kommenden Wochenende (13. und 14. Juni) in Europa unterzeichnet. Diesmal gibt es kein Dementi aus Teheran – auch von Seiten des Mullah-Regimes ist von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss die Rede. Der entsprechende Text sei überwiegend schon finalisiert, teilte Außenamtssprecher Ismail Baghai Angaben der staatlichen Agentur Irna zufolge am Donnerstagabend (11. Juni) im iranischen TV mit. Baghai stellte jedoch erneut klar, dass man Washington nicht vertraue.

Wie nah ist das Abkommen wirklich?

Ist der angeblich nahende Deal diesmal mehr als heiße Luft? Donald Trump verkündet seit Beginn des Kriegs gegen den Iran Ende Februar fast im Wochentakt, ein Abkommen stehe unmittelbar bevor. Mal sprach er von einem Durchbruch in wenigen Tagen, mal von nur noch zwei Wochen bis zum "totalen Sieg". Tatsächlich aber dauert der Konflikt inzwischen deutlich länger als von ihm selbst vorhergesagt. Aus einer zunächst auf vier bis fünf Wochen geschätzten Militärphase sind mehr als drei Monate geworden.

Nach der im April verkündeten Waffenruhe kündigte er an, innerhalb von zwei Wochen solle ein Abkommen finalisiert werden. Doch eine tragfähige Einigung blieb aus, auch wenn aus dem Weißen Haus weiter Optimismus signalisiert wurde. Dies weckt nicht nur in Teheran erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit Trumps.

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Inkompetenz oder bewusste Irreführung?

Eher das Gegenteil war zuletzt der Fall. So nahmen die militärischen Spannungen wieder zu. Nachdem der Iran einen US-Hubschrauber über der Straße von Hormus abgeschossen hatte, antwortete Washington mit neuen Militärschlägen - obwohl beide Seiten eigentlich einen Waffenstillstand vereinbart hatten. Demokratische Abgeordnete werfen dem Präsidenten entweder Inkompetenz oder bewusste Irreführung vor und erinnern daran, dass Trump selbst das frühere Atomabkommen der Obama-Regierung aufgekündigt hatte.

Parallel dazu änderte Trump mehrfach seine Darstellung des Kriegsverlaufs. Zeitweise bezeichnete er den Konflikt nicht mehr als Krieg, sondern als begrenzte Operation oder "Exkursion". Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärten zwischenzeitlich sogar, die eigentliche Kriegsphase sei vorbei. Gleichzeitig hielten Angriffe jedoch an, zentrale Streitfragen – etwa Irans Atomprogramm oder die Öffnung der Straße von Hormus – blieben ungelöst.

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Bis vor Kurzem kein Entgegenkommen von Teheran

Irans Außenminister Abbas Araghchi hatte die USA zuletzt noch mit scharfen Worten vor weiteren Angriffen gewarnt, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf drohte indirekt mit härteren Antworten. Doch diesmal scheinen aus Teheran andere Signale zu kommen – sollte Trump im 39. Versuch Recht behalten?


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

CNN

CBSNews

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