Nahostkonflikt kommt nicht zur Ruhe

Trump kündigt Vergeltung nach Abschuss eines US-Kampfhubschraubers durch den Iran an

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

:newstime

Israel und Iran greifen sich direkt an

Videoclip • 01:52 Min • Ab 12


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Im Konflikt mit dem Iran verschärft sich die Lage erneut. Trump kündigt eine Reaktion auf den Abschuss eines US-Helikopters in der Straße von Hormus an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump kündigt nach dem mutmaßlichen Abschuss eines US-Apache-Hubschraubers durch den Iran eine Reaktion der USA an.

  • Gleichzeitig hatte der US-Präsident kurz zuvor noch von einem möglichen Friedensabkommen mit Teheran gesprochen.

  • Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran bleibt fragil.

Eine neue Eskalation im Konflikt zwischen den USA, dem Iran und Israel sorgt für Unruhe im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump erklärte am Dienstag (9. Juni), der Iran habe in der Nacht einen amerikanischen Apache-Kampfhubschrauber abgeschossen. Der Vorfall habe sich laut Trump während eines Patrouillenflugs in der Straße von Hormus ereignet. Die beiden Pilot:innen seien dabei unverletzt geblieben.

Trump kündigte trotzdem eine Reaktion der Vereinigten Staaten an. Wörtlich sagte er, die USA müssten "gezwungenermaßen auf diesen Angriff reagieren". Die Information über den Vorfall habe er nach eigenen Angaben kurz zuvor erhalten. Eine unabhängige Bestätigung für den Abschuss lag zunächst nicht vor. Die Angaben stammen aus der vom User übermittelten Quelle mit den Aussagen Trumps.

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Trump spricht von Frieden und droht zugleich

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Ankündigung. Nur wenige Stunden zuvor hatte Trump noch erklärt, ein Abkommen mit Teheran sei in greifbarer Nähe. Er sagte laut Quelle: "Wir befinden uns in den letzten Zügen dessen, was ein sehr, sehr gutes Abkommen sein wird." Zudem stellte er einen möglichen Abschluss der Gespräche in den kommenden "zwei oder drei Tagen" in Aussicht.

Damit sendete der US-Präsident innerhalb kurzer Zeit zwei sehr unterschiedliche Signale: auf der einen Seite die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung, auf der anderen Seite die Drohung mit Vergeltung. Schon am Montag hatte Trump erklärt, die "abschließenden Verhandlungen über 'Frieden'" liefen, sofern nicht "Ignoranz oder Dummheit" dazwischenkämen. Laut Quelle waren die indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zuletzt jedoch ins Stocken geraten.

Auch in den News:

Waffenruhe bleibt brüchig

Auslöser der jüngsten Spannungen war eine neue Angriffswelle zwischen dem Iran und Israel. Am Sonntagabend feuerte der Iran erstmals seit Beginn der Waffenruhe Anfang April wieder Raketen auf Israel ab. Als Begründung nannten die iranischen Revolutionsgarden israelische Luftangriffe auf Viertel in Beirut. Diese Gebiete gelten als Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon.

Israel reagierte darauf mit neuen Angriffen auf Ziele im Iran. Im Verlauf des Montags verkündeten beide Seiten dann zwar eine vorläufige Einstellung der Kämpfe. Gleichzeitig machten sowohl Israel als auch der Iran deutlich, dass weitere Angriffe zu einer schnellen neuen Eskalation führen könnten. Teheran warnte Israel laut Quelle ausdrücklich vor weiteren Angriffen auf Ziele im Süden des Libanon.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur afp

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