Nahost-Eskalation

Iran meldet Angriff auf Israels Luftwaffenstützpunkt

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

:newstime

Israel und Libanon planen Pilotzonen

Videoclip • 40 Sek • Ab 12


- Anzeige -
- Anzeige -

Der Iran meldet Raketenangriffe auf israelische Militärziele. Israel kündigt laut Medienberichten eine harte Antwort an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran meldet einen Raketenangriff auf den israelischen Luftwaffenstützpunkt Ramat David und spricht von einer "Warnung" wegen der Eskalation im Libanon.

  • Die Revolutionsgarden werfen den USA und Israel laut Tasnim vor, die Bedingungen der Waffenruhe vom April gebrochen zu haben.

  • Israel kündigt laut Medienberichten eine harte Antwort an und betont, man werde neue "Spielregeln" des Iran nicht akzeptieren.

Der Iran hat nach eigenen Angaben bei seinen jüngsten Raketenangriffen auf Israel auch einen wichtigen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Ziel sei der Luftwaffenstützpunkt Ramat David gewesen, teilten die iranischen Revolutionsgarden in einer Erklärung mit, die von der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim verbreitet wurde. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht.

In der Mitteilung begründete Teheran die Angriffe mit der Lage im Libanon und mit angeblichen israelischen Übergriffen auf iranische Küstengebiete. Die Revolutionsgarden erklärten, die Waffenruhe im Iran-Krieg Anfang April sei unter der Voraussetzung zustande gekommen, dass die Kämpfe "an allen Fronten eingestellt werden". Wörtlich hieß es laut Tasnim: "Doch wie immer hielten sich die USA und das zionistische Regime nicht an ihre Verpflichtungen."


- Anzeige -
- Anzeige -

Teheran spricht von "Warnung"

Die iranischen Streitkräfte bezeichneten den Angriff ausdrücklich als "Warnung". Sollte der Krieg erneut vollständig ausbrechen, "werden die Antworten umfassender ausfallen und sämtliche amerikanisch-zionistischen Ziele in der Region einschließen", hieß es weiter in der von Tasnim veröffentlichten Erklärung.

Hintergrund ist eine neue Eskalationsspirale zwischen Israel, dem Iran und der mit Teheran verbündeten Hisbollah im Libanon. Nach iranischer Darstellung reagierte Teheran auf israelische Angriffe in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut. Diese wiederum waren nach israelischer Lesart eine Reaktion auf vorherige Raketenangriffe der Hisbollah auf den Norden Israels.

Israel kündigt harte Reaktion an

In Israel wird nach den ersten iranischen Raketenangriffen seit zwei Monaten nun über Gegenmaßnahmen gesprochen. Der Fernsehsender N12 und das Nachrichtenportal ynet berichteten unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Regierungsvertreter, die Antwort Israels werde hart ausfallen.

Der Vertreter sagte laut ynet: "Der Iran kann vergessen, dass wir das hinnehmen werden – die Reaktion wird hart ausfallen." Weiter hieß es demnach, Israel werde "nicht zulassen, dass sie irgendwelche neuen Spielregeln schaffen und unsere Souveränität verletzen". Damit wächst die Sorge, dass aus den jüngsten Angriffswellen erneut eine breitere militärische Konfrontation entstehen könnte.

Auch in den News:

Gefahr neuer Eskalation in der Region

Die Lage bleibt damit hochgefährlich. Schon die vergangenen Monate hatten gezeigt, wie schnell sich Zusammenstöße zwischen Israel, dem Iran und verbündeten Milizen auf mehrere Länder der Region ausweiten können. Jede neue Raketenwelle erhöht das Risiko, dass auch weitere Akteur:innen in den Konflikt hineingezogen werden.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken