Steigende Preise in den USA
"Ich liebe die Inflation" – Trump überrascht mit Aussage im Oval Office
Veröffentlicht:
von Marie-Finn Bruker:newstime
WM 2026: Angespannte Stimmung in den USA (10. Juni)
Videoclip • 03:45 Min • Ab 12
Der Krieg der Vereinigten Staaten gegen den Iran kostet US-Bürger:innen ordentlich Geld, die Inflation im Land ist weiter gewachsen. US-Präsident Donald Trump findet das prima.
Das Wichtigste in Kürze
Das US-Arbeitsministerium hatte am Mittwoch (10. Juni) aktuell steigende Inflationszahlen veröffentlicht.
Auf die Frage eines Journalisten, ob dies den US-Präsidenten Donald Trump beunruhige, antwortete dieser mit: "Ich liebe die Inflation!"
Zuletzt war die Inflation vor allem aufgrund der Folgen des Iran-Kriegs gestiegen.
"Mister President, beunruhigt Sie die Inflationsrate, die heute Morgen veröffentlicht wurde?", fragte ein Journalist in einem BBC-Video aus dem Oval Office. Die Antwort von US-Präsident Donald Trump überrascht: "Die Zahlen waren großartig. Ich liebe die Inflation!"
Auch in den News:
Wie das US-Arbeitsministerium am Mittwoch (10. Juni) bekanntgab, war die Inflation des Landes im Mai zum ersten Mal seit drei Jahren auf über vier Prozent gestiegen. Auch die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,2 Prozent.
Die Teuerungsrate wuchs damit zum zweiten Mal in Folge – und das weit über das von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angestrebte Ziel von zwei Prozent hinaus.
Donald Trump findet es, so lässt sein Kommentar vermuten, also gut, dass Bürger:innen der USA aktuell deutlich mehr Geld, etwa für den täglichen Einkauf oder Benzin, ausgeben müssen. Warum er die Inflation "liebt", lässt der US-Präsident offen. Gleichzeitig prophezeite er einen künftigen Abstieg – wie genau, das begründete Trump ebenfalls nicht.
Folgen des Kriegs gegen den Iran treffen die USA hart
Grund für die Inflation ist unter anderem die Blockade der Straße von Hormus in Folge des Iran-Kriegs. Das weltweite Energieangebot, etwa Öl und Gas, ist dadurch deutlich eingeschränkt. Entsprechend müssen Firmen im Einkauf mehr Geld ausgeben.
Auch die Zahlen aus den Vereinigten Staaten vom vergangenen Monat unterstreichen das. So musste die weltgrößte Volkswirtschaft etwa für Energie 23,5 Prozent mehr ausgeben als noch 2025. Besonders stark war der Anstieg der Benzinpreise um etwa 40 Prozent.
Auch im laufenden Jahr soll das Rohöl Berechnungen der US-Energiebehörde EIA zufolge deutlich teurer als im Vorjahr sein. Im Februar war die Behörde noch von einem Durchschnittspreis von 58 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent ausgegangen. Mittlerweile dürfte der Preis bereits bei 95 Dollar liegen. Auch 2027 werden die Preise wohl höher bleiben als noch zu Beginn des Jahres erwartet.
Ende Februar 2026 begann der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran. Aktuell befindet er sich in einer unklaren Phase. So hatte Trump noch Anfang Mai erklärt, die Kampfhandlungen seien offiziell beendet. Später nahm er diese Aussage wieder zurück: "Ich habe gesagt, dass sie besiegt sind, aber das heißt nicht, dass sie am Ende sind."
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
BBC: "Trump: 'I love the inflation'"
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Eklat um Kriegs-Illustration
FIFA verbietet Haiti-Trikot kurz vor WM-Start

Ungewöhnlicher Diebstahl in Oberfranken
Kurioser Diebstahl in Hof: Mann stiehlt Senfflasche und trinkt sie leer

Prozess in Schwaben
Auftragsmord in Augsburg? Staatsanwaltschaft fordert Lebenslange Haft

Unfall in Schwaben
Heuballen-Unglück in Buttenwiesen: 69-Jähriger verletzt

Neue Studie
Russlands Kriegswirtschaft erschöpft - Einnahmen schwinden

Brand in Oberfranken
Brand auf ehemaligem Brauereigelände: Zwei Verletzte in Untersiemau

