Nach Mileis Beleidigungen

Brasilien zieht Botschafter aus Argentinien zurück: Diplomatischer Affront erschüttert Südamerika

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von Christopher Schmitt

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Die beiden größten Volkswirtschaften Lateinamerikas liegen im Clinch: Nach den Beleidigungen durch Argentiniens Präsidenten Milei gegen Brasiliens Staatschef Lula und die Justiz eskaliert der Konflikt.

Brasilien hat seinen Botschafter aus Buenos Aires zu Konsultationen zurückbeordert und den argentinischen Botschafter Daniel Raimondi ins Außenministerium einbestellt. Dabei handelt es sich um einen in der Diplomatie ungewöhnlich scharfer Schritt, der das Ausmaß der Empörung in Brasília verdeutlicht. Der Eklat ereignete sich, nachdem Argentiniens Staatschef Javier Milei bei einem Parteitag der rechtsgerichteten Liberalen Partei in Brasilien den amtierenden Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva als "Dieb" und "Häftling" diffamiert hatte.

Bei der Nominierungsveranstaltung für den Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro, Sohn des wegen eines Putschversuchs verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, ging Milei noch weiter: Er rief dazu auf, dem "sozialistischen Abschaum" in Lateinamerika den Rücken zu kehren. Besonders brisant: Der argentinische Präsident attackierte auch Brasiliens einflussreichen Richter Alexandre de Moraes, den er als "glatzköpfigen Müll" bezeichnete.

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Dicke Luft – trotz wirtschaftlicher Verflechtung

Das brasilianische Außenministerium reagierte mit ungewöhnlich scharfen Worten: "Es gibt keinen Präzedenzfall, in dem ein ausländischer Staatschef auf brasilianischem Staatsgebiet Angriffe und Beleidigungen gegen das Staatsoberhaupt, die demokratischen Institutionen – einschließlich der Justiz – und das brasilianische Volk geäußert hat."

Die Dimension des Konflikts wird durch die enge wirtschaftliche Verflechtung beider Länder verschärft: Brasilien ist die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas und zugleich Argentiniens wichtigster Handelspartner. Der 80-jährige Lula will sich im Oktober als Kandidat der linken Arbeiterpartei PT zur Wiederwahl stellen, während sein Hauptherausforderer Flávio Bolsonaro als Vertreter der politischen Rechten antritt.

Milei, einer der prominentesten Vertreter:innen der politischen Rechten in Lateinamerika, hatte während seiner Brasilienreise ursprünglich geplant, den unter Hausarrest stehenden Jair Bolsonaro zu besuchen – was ihm Richter de Moraes jedoch untersagte. Der Ex-Präsident verbüßt eine 27-jährige Haftstrafe wegen eines versuchten Staatsstreichs aus gesundheitlichen Gründen unter Hausarrest.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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