Rüstungsindustrie
Bundeswehr-Deal mit Start-up: Erste Kamikaze-Drohnen stehen vor der Auslieferung
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von Christopher Schmitt:newstime
Bundeswehr bekommt Kamikaze-Drohnen (26. Februar)
Videoclip • 25 Sek • Ab 12
Das Berliner Start-up Stark Defence will in Kürze mit der Lieferung von Kampfdrohnen im Wert von 275 Millionen Euro beginnen. Die hochmodernen Flugkörper sollen zunächst die in Litauen stationierte Brigade ausrüsten.
Das Wichtigste in Kürze
In Kürze will das Start-up Stark Defence Kamikaze-Drohnen an die Bundeswehr ausliefern.
Die Charge ist 275 Millionen Euro wert, aber dennoch nur ein Teil eines größeren Deals.
In der Ukraine kommt das System bereits zum Einsatz.
Die Bundeswehr steht vor einem technologischen Sprung: Stark Defence, ein erst 2024 gegründetes Berliner Unternehmen, bereitet die erste Auslieferung seiner Kamikaze-Drohnen an die deutschen Streitkräfte vor. "Wir planen, bald mit der ersten Auslieferung an die Bundeswehr zu beginnen", verkündete Josef Kranawetvogl, Senior Vice President des Unternehmens, auf der Essener Rüstungsmesse Euro Defence Expo.
Die Charge im Wert von 275 Millionen Euro ist Teil eines deutlich größeren Deals: Stark Defence erhielt einen Rahmenvertrag über 2,9 Milliarden Euro, wovon der Bundestag bereits eine Milliarde freigegeben hat. Damit reiht sich das Start-up neben die etablierten Konkurrenten Helsing und Rheinmetall ein, die ebenfalls milliardenschwere Verträge für ähnliche Systeme abgeschlossen haben.
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Technologie mit Kampferfahrung
Die Virtus-Drohne von Stark Defence vereint beeindruckende Leistungsdaten: Mit einem Gewicht von bis zu 33 Kilogramm kann sie bis zu 75 Minuten in der Luft bleiben und eine Reichweite von 130 Kilometern erreichen. Vier kleine Propeller an den Flügeln ermöglichen den vertikalen Start, bevor sich das Fluggerät auf den Weg zum Ziel macht – um dort zu explodieren.
Besonders brisant: Die Drohne ist bereits kampferprobt. In der Ukraine kommt das System zum Einsatz, wo Stark Defence zwei geheime Produktionsstandorte im Raum Kiew unterhält. Diese Praxiserfahrung dürfte ein entscheidender Faktor bei der Auftragsvergabe gewesen sein.
Künstliche Intelligenz im Gefecht
Die moderne Kriegsführung setzt zunehmend auf Vernetzung und Automatisierung. "Ein Operator kann mit softwareunterstützten KI-Mechanismen mehrere Drohnen steuern", erläutert Kranawetvogl das Konzept. Dabei bleibe der Mensch stets in der Kontrolle – ein wichtiger Aspekt angesichts ethischer Debatten über autonome Waffensysteme.
Die mit zwei Kameras ausgestattete Virtus-Drohne arbeitet im Verbund mit Aufklärungsdrohnen, die ihr Ziele zuweisen können. Das wirtschaftliche Kalkül ist dabei eindeutig: Mit einem Stückpreis von unter 100.000 Euro kann die Drohne Panzer ausschalten, die mehrere Millionen Euro kosten.
Schwarm-Taktik gegen Schutzmaßnahmen
Auf die zunehmende Drohnenbedrohung reagiert auch die Gegenseite. Russische Panzer werden mittlerweile mit Käfigkonstruktionen geschützt, um heranfliegende Drohnen frühzeitig zur Explosion zu bringen. Doch Stark Defence hat eine Antwort parat: "Drohnen sind normalerweise als Schwärme unterwegs, also zwei, drei oder vier Drohnen zusammen – hat eine von ihnen den Käfig zerstört, kann sich die zweite auf den Panzer stürzen", erklärt der ehemalige Bundeswehr-Offizier Kranawetvogl.
Litauen als Testfeld
Die erste Charge geht an die in Litauen stationierte deutsche Brigade – ein strategisch bedeutsamer Standort an der NATO-Ostflanke. Bereits im November sollen die Systeme bei einer NATO-Übung zum Einsatz kommen, allerdings ohne Sprengstoff und mit der Möglichkeit zur Landung dank der Propeller.
Mit 750 Beschäftigten und Produktionsstandorten in Berlin, Großbritannien, Schweden und Griechenland hat sich Stark Defence in nur zwei Jahren zu einem ernstzunehmenden Akteur in der europäischen Rüstungsindustrie entwickelt. Neben Deutschland und der Ukraine beliefert das Unternehmen weitere europäische Staaten – konkrete Umsatz- und Gewinnzahlen hält die Firma jedoch unter Verschluss.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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