Neue KI-Modellfamilie

Claude Opus 5.5: Anthropic setzt auf Effizienz und Sicherheit

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

:newstime

Anthropic-Forscher tritt zurück und warnt vor KI

Videoclip • 01:32 Min • Ab 12


Anthropic startet mit Claude Opus 5.5 eine neue Modellfamilie. Das KI-Modell soll günstiger, schneller und in sensiblen Bereichen stärker abgesichert sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Anthropic startet die Claude-5.5-Familie mit Claude Opus 5.5, günstigere Modelle sollen folgen.

  • Das Modell soll laut Unternehmen rund 40 Prozent weniger kosten und etwa 30 Prozent schneller arbeiten als Claude Opus 5.

  • Automatische Filter sollen Anfragen in Bereichen wie Cybersicherheit und Biologie erkennen und in sensiblen Fällen an ein schwächeres Modell weiterleiten.

Das US-KI-Unternehmen Anthropic hat sein neues Modell Claude Opus 5.5 vorgestellt. Es bildet den Auftakt der neuen Claude-5.5-Familie. In den kommenden Wochen sollen mit Sonnet 5.5 und Haiku 5.5 auch günstigere Varianten folgen.

Anders als bei früheren Modellstarts rückt Anthropic nicht allein neue Benchmark-Rekorde in den Mittelpunkt. Das Unternehmen setzt nach eigenen Angaben stärker auf Effizienz, geringere Kosten und verständlichere Kommunikation. Besonders richtet sich Opus 5.5 weiter an Kund:innen aus Finanzwirtschaft, Rechtswesen und Softwareentwicklung.


Günstiger und schneller als der Vorgänger

Laut Anthropic kostet die Nutzung von Claude Opus 5.5 vier Dollar pro einer Million Eingabe-Token und 20 Dollar pro einer Million Ausgabe-Token. Damit soll das Modell rund 40 Prozent günstiger sein als Claude Opus 5. Die Preise für Cache-Abfragen wurden demnach um 60 Prozent reduziert.

Zudem verspricht Anthropic eine um rund 30 Prozent höhere Geschwindigkeit und einen effizienteren Umgang mit Token. Für Abonnent:innen sollen die Nutzungsgrenzen innerhalb von fünf Stunden um 20 Prozent steigen. Zusätzlich plant das Unternehmen eine Funktion, mit der sich das Nutzungslimit in bestimmten Fällen zurücksetzen lässt. Wie dieses "Banked Rate Limit Reset" genau funktioniert, blieb zunächst offen.

Auch in den News:

Automatische Schutzfilter für sensible Bereiche

Ein zentraler Punkt bei Opus 5.5 ist die Sicherheit. Anthropic erklärt, das Modell sei intern darauf getestet worden, ob es manipulierend, täuschend oder unkooperativ reagieren könnte. Dafür seien auch externe Prüfer:innen, darunter die Non-Profit-Organisation METR und Frontier Design, einbezogen worden.

Bei Anfragen aus besonders sensiblen Bereichen sollen automatische Schutzmechanismen greifen. Dazu zählt Anthropic unter anderem die Cybersicherheit, Biologie und Anfragen, die auf das Training anderer leistungsfähiger KI-Modelle abzielen. Erkennt das System einen möglicherweise schädlichen Zweck, soll die Anfrage automatisch an ein schwächeres, älteres Modell weitergeleitet werden. Nutzer:innen sollen dies nicht zwingend bemerken.

Ob diese Filter zuverlässig zwischen riskanten und harmlosen Anfragen unterscheiden, muss sich in der Praxis zeigen. Schon bei früheren Claude-Modellen hatten Nutzer:innen laut "heise online" berichtet, dass auch unproblematische Anfragen blockiert worden seien.


Verwendete Quellen:

heise online: "Anthropic releases Claude Opus 5.5: Focus on efficiency and security"

Mehr entdecken