Wasserunfälle

Berlin: DLRG zählt mehr Badetote

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

:newstime

Mehr als 100 Badetote allein im Juni

Videoclip • 01:39 Min • Ab 12


Die meisten Todesfälle ereigneten sich in Seen, allein im Juni waren es sechs. Bundesweit ging die Zahl der Ertrunkenen leicht zurück. Während der Badesaison starben aber mehr Menschen als im Vorjahr.

In Berlin sind in diesem Jahr bislang 15 Menschen bei Wasserunfällen ums Leben gekommen – drei mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das geht aus der Sommerbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervor. Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich in Seen: Dort starben acht Menschen. Vier ertranken in Flüssen, zwei in Kanälen und einer in einem Hafenbecken. Auffällig ist der Juni: Allein in diesem Monat registrierte die DLRG in Berlin sechs Todesfälle.

Auch in den News:

Besonders viele Tote im Juni

Bundesweit erfasste die DLRG seit Jahresbeginn 320 tödliche Wasserunfälle. Damit liegt die Zahl leicht unter dem Vorjahreswert von 328. Während der Badesaison starben jedoch deutlich mehr Menschen als 2025: Zwischen Anfang Mai und dem Ende der Sommerferien zählte die Organisation 248 Todesfälle (Stand: 15. September), zwölf mehr als im Vorjahreszeitraum.

Mit mindestens 101 Todesfällen war der Juni bundesweit der mit Abstand folgenschwerste Monat des Jahres. Nur 2003 zählte die DLRG in einem Juni noch mehr Opfer. Als Ursache nennt die Organisation die lang anhaltenden hohen Temperaturen, die zu großem Andrang an den Gewässern führten. Gleichzeitig hätten viele Menschen die Risiken unterschätzt.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

DLRG

Mehr entdecken