Quecksilber-Verdacht bei DHL
Giftalarm in Mecklenburg-Vorpommern: Mehrere Pakete offenbar mit Quecksilber kontaminiert
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Ein DHL-Logistikzentrum in Leizen ist wegen des Verdachts auf Quecksilber abgeriegelt worden. Mindestens drei Pakete sollen kontaminiert sein, während Spezialkräfte nach weiteren gefährlichen Sendungen suchen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein DHL-Logistikzentrum in Leizen wurde wegen des Verdachts auf Quecksilber geräumt und abgeriegelt.
Es sollen mindestens drei Pakete kontaminiert sein.
Die Ermittler:innen prüfen einen möglichen Zusammenhang mit einem Blumenpaket, nach dessen Öffnung zwei Frauen erkrankten.
In einem DHL-Logistikzentrum in Leizen in Mecklenburg-Vorpommern ist am Dienstagabend (22. September) ein Großeinsatz ausgelöst worden. Ein Mitarbeiter hatte über Unwohlsein geklagt. Kurz darauf wurden in dem Depot Rückstände einer verdächtigen Substanz entdeckt.
Nach ersten Erkenntnissen könnte es sich um hochgiftiges Quecksilber handeln. Das gesamte Betriebsgelände im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurde geräumt und abgeriegelt. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten gegen 18 Uhr zu dem Gewerbegebiet aus.
Mindestens drei Pakete betroffen
Nach Informationen der Agentur "NonstopNews" sollen mindestens drei kontaminierte Pakete entdeckt worden sein. Spezialkräfte untersuchen das Gelände derzeit unter hohen Sicherheitsvorkehrungen. Die Einsatzkräfte tragen dabei Schutzkleidung.
Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Neubrandenburg sagte zur "Bild"-Zeitung: "Seit 18 Uhr läuft ein Großeinsatz." Die Ermittler:innen prüfen zudem, ob sich weitere möglicherweise vergiftete Sendungen bereits im Postnetz befinden.
Ob von den Paketen eine unmittelbare Gefahr für weitere Menschen ausgeht und wie die Sendungen in das Logistikzentrum gelangten, ist bislang nicht bekannt. Auch zur genauen Menge der mutmaßlich ausgetretenen Substanz liegen zunächst keine Angaben vor.
Auch in den News:
Zwei Frauen nach Blumenpaket im Krankenhaus
Bereits in der vergangenen Woche hatte es in Mecklenburg-Vorpommern einen ähnlichen Vorfall gegeben. In Neustadt-Glewe im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurden zwei Frauen im Alter von 19 und 28 Jahren mit Übelkeit und Kopfschmerzen in ein Krankenhaus gebracht.
Die Beschwerden traten auf, nachdem die Frauen ein Blumenpaket geöffnet hatten. Aus der Sendung war eine silbrige Flüssigkeit ausgetreten. Die Polizei bestätigte später, dass es sich dabei um Quecksilber handelte.
Ermittler prüfen Zusammenhang
Ob zwischen dem Blumenpaket aus Neustadt-Glewe und den verdächtigen Sendungen im DHL-Zentrum in Leizen ein Zusammenhang besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die räumliche Nähe der beiden Orte sorgt jedoch für besondere Aufmerksamkeit.
Verwendete Quellen:
"Bild"-Zeitung: "Quecksilber-Alarm im DHL-Zentrum!"
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