Schwere Unwetter
Wassermassen fluten Sardinien: Ausnahmezustand in der Region Gallura
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
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Videoclip • 01:09 Min • Ab 12
Ein historischer Regenrekord von 240 Millimetern hat die Urlaubsregion Gallura auf Sardinien schwer getroffen – vor allem Golfo Aranci und Porto Cervo.
Das Wichtigste in Kürze
Nach heftigen Regenfällen im Nordosten von Sardinien beginnt die Schadensaufnahme.
Mit Wasserwassen von bis zu 240 Millimetern pro Quadratmeter wurden in der Gallura Straßen und Gebäude überschwemmt.
Besonders Golfo Aranci und die Küstenorte bei Arzachena und Porto Cervo sind von den massiven Überflutungen schwer betroffen.
Nach den verheerenden Wassermassen vom Donnerstag hat im Nordosten Sardiniens ein Wettlauf mit der Zeit und dem Schlamm begonnen, berichtet das Portal "Italien.News". Die Regionen Gallura und Baronia wurden von extremen Regenfällen schwer getroffen, wobei besonders die Küstenorte und Luxusziele wie Porto Cervo und Golfo Aranci unter den Wassermassen begraben wurden. Allein am Capo Figari registrierten Meteorologen 240 Millimeter Regen, die Straßen in reißende Ströme verwandelten und zahlreiche Gebäude fluteten.
Dramatische Szenen spielten sich vor allem in einem Pflegeheim in Golfo Aranci ab, wo das Wasser unaufhaltsam in die Räumlichkeiten eindrang. Einsatzkräfte und Spezialtaucher der Feuerwehr mussten in letzter Sekunde eingreifen, um die Bewohner – darunter einen über hundert Jahre alten Senior – in Sicherheit zu bringen. Parallel dazu liefen im gesamten Krisengebiet waghalsige Rettungsaktionen für Autofahrer an, die auf überfluteten Straßen und blockierten Routen von den Wassermassen eingeschlossen worden waren.
Infrastruktur schwer beschädigt
Die Infrastruktur der Urlaubsregion zeigt sich nach dem Unwetter stark beschädigt, wie erste Bestandsaufnahmen am Freitag verdeutlichen. Wichtige Verkehrsadern wie die Staatsstraße 125 bei Posada mussten vorübergehend voll gesperrt werden, während Schlamm und Wassermassen den Verkehr in Arzachena und Porto Ainu massiv behinderten. Ganze Keller, Geschäfte und Betriebe stehen unter Wasser, und die Bewohner zählen nun die teils verheerenden materiellen Verluste.
Mehr zu dem Thema:
Zivilschutz in höchster Alarmbereitschaft,
Während sich die Wetterlage stabilisiert, bleibt der Zivilschutz in höchster Alarmbereitschaft, um die aufgerissenen Straßen zu sichern und Folgeschäden zu verhindern. Die lokalen Behörden arbeiten unter Hochdruck daran, die Versorgung in den abgeschnittenen Ortschaften zu gewährleisten und die Aufräumarbeiten voranzutreiben. Für die betroffenen Gemeinden auf Sardinien beginnt nun ein mühsamer Weg zurück in den Alltag.
Verwendete Quellen:
Italien.News: Unwetter auf Sardinien: Gallura erfasst die Schäden
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