Finanztipps
Heizöl-Notstand vermeiden: Wer rechtzeitig bestellt, zahlt Hunderte Euro weniger
Veröffentlicht:
von Emre Bölükbasi:newstime
Heizöl klettert auf neues Rekordhoch (12. September)
Videoclip • 01:41 Min • Ab 12
Heizöltank fast leer? Wer jetzt panisch bestellt, zahlt Hunderte Euro drauf. Dabei lässt sich der teure Express-Aufschlag mit einem simplen Kniff komplett vermeiden.
Das Wichtigste in Kürze
Wer seinen Heizöltank erst auf den letzten Drücker auffüllt, zahlt für Expresslieferungen oft Hunderte Euro extra.
Vorausschauende Planung und flexible Lieferfristen können Verbraucher:innen dagegen eine Ersparnis von Hunderten Euro bringen.
Expert:innen raten deshalb zum rechtzeitigen Preisvergleich.
Die Heizölpreise bewegen sich derzeit auf einem hohen Niveau, doch wer in Panik gerät und seinen Tank erst im letzten Moment auffüllt, macht einen teuren Fehler. Eine aktuelle Analyse zeigt: Zwischen kluger Planung und hektischer Notbestellung liegen mehrere Hundert Euro Unterschied.
Expresslieferung kostet im Schnitt fast 300 Euro extra
Wer seinen Heizöltank kurzfristig befüllen lassen muss, zahlt einen hohen Preis für die Eile. Expresslieferungen innerhalb von 48 Stunden kosteten zuletzt durchschnittlich fast 300 Euro mehr als flexible Lieferungen, wie das Verbraucherportal Finanztip ermittelte. Im Extremfall wurde sogar ein Aufpreis von 857 Euro fällig. Selbst bei einer Lieferung innerhalb von zehn Tagen lag der Aufschlag noch bei 3,1 Prozent.
Der Grund für die drastischen Preisunterschiede liegt auf der Hand: Bei flexiblen Lieferungen könenn Händler:innen Route und Lieferdatum nach den logistischen Bedürfnissen planen und verlangen deshalb keinen Aufschlag. Verbraucher:innen sollten daher keinesfalls warten, bis die Reserven aufgebraucht sind, empfehlen die Expert:innen.
Auch in den News:
Preisvergleich kann fast 500 Euro Ersparnis bringen
Doch nicht nur der Zeitfaktor spielt eine Rolle – auch die Auswahl des Anbieters macht einen erheblichen Unterschied. Wer Zeit hat und die Angebote verschiedener Händler:innen vergleicht, kann kräftig sparen: Zwischen dem teuersten und günstigsten Angebot lagen bei flexibler Lieferung im Durchschnitt fast 500 Euro. In einem Fall betrug die Differenz sogar über 1.150 Euro.
Ein weiterer Nachteil der Expressbestellung: Die Auswahl schrumpft dramatisch. Bei den Schnellangeboten sank die Zahl der verfügbaren Anbieter von durchschnittlich neun auf nur noch rund drei.
Größere Mengen bringen kaum Rabatt
Viele Verbraucher:innen gehen davon aus, dass größere Bestellmengen deutlich günstiger sind. Doch die Analyse zeigt: Der Rabatt fällt überraschend gering aus. Wer 3.000 Liter statt 1.500 Liter bestellte, sparte im Schnitt lediglich 1,3 Prozent. Die Expert:innen raten deshalb davon ab, sich für einen solch geringen Rabatt auf teure Ratenzahlungen einzulassen – wer nicht alles auf einmal bezahlen kann, fährt mit einer kleineren Menge in der Regel günstiger.
Preise bleiben auf hohem Niveau
Die aktuellen Heizölpreise bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Nachdem sie zuletzt die höchsten Stände seit gut vier Jahren erreicht hatten, sind sie in den vergangenen Tagen nur leicht gesunken. Bei den Vergleichsportalen esyoil und heizoel24.de lag der Durchschnittspreis für 100 Liter bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern zwischen knapp 167 und gut 168 Euro (Stand: 22. September).
Für die Analyse wurden im September an zehn Orten in Deutschland auf zwei großen Vergleichsportalen die Preise für Bestellmengen von 1.500 und 3.000 Litern bei verschiedenen Lieferoptionen abgefragt.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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