Über die Hälfte aller Unfallopfer
Männer verursachen häufiger Unfälle: Das sind laut TÜV die Gründe
Veröffentlicht:
von Valentin Kronberger:newstime
Straßenverkehr: Männer verunglücken häufiger als Frauen
Videoclip • 01:21 Min • Ab 12
Männer verunglücken deutlich häufiger im Straßenverkehr als Frauen – und sind öfter schuld an Unfällen. Der TÜV erklärt, was die Gründe dafür sind.
Das Wichtigste in Kürze
Über die Hälfte aller Unfallopfer im Straßenverkehr waren 2025 männlich.
Außerdem sind Männer öfter an Unfällen schuld als Frauen.
Laut TÜV könnte es auch daran liegen, dass Männer größere Risiken eingehen.
Männer verunglücken deutlich häufiger im Straßenverkehr als Frauen, zeigt eine neue Auswertung des Statistischen Bundesamts. Demnach gilt: Je schwerwiegender die Verletzungen durch den Unfall, desto höher ist der Männeranteil unter den Verunglückten.
Auch in den News:
Mehr als die Hälfte aller Unfallopfer männlich
Über die Hälfte aller Unfallopfer im Straßenverkehr waren 2025 männlich – bei den Getöteten waren es rund 74 Prozent. Insgesamt starben im selben Jahr in Deutschland 2.832 Menschen im Straßenverkehr.
Außerdem sind Männer öfter an Unfällen schuld als Frauen, so das Bundesamt. Bei Unfällen mit Personenschaden waren 56,1 Prozent der beteiligten Männer Hauptverursacher, bei den Frauen nur 50,4 Prozent.
Auch fallen Männer laut Statistik häufiger dadurch auf, dass sie zu schnell und unter Alkohol- oder Drogeneinfluss fahren.
Darum verursachen Männer häufiger Unfälle
"Dass Männer häufiger Unfälle verursachen als Frauen, kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht gehen sie gerade in jungen Jahren größere Risiken ein. Möglicherweise legen Männer auch mehr Kilometer zurück, etwa auf dem Weg zur Arbeit oder bei Familienfahrten", sagt Fani Zaneta vom TÜV-Verband in einer Mitteilung.
Laut Statistikamt sind Männer mehr im Verkehr unterwegs und fahren öfter Motorrad, mit dem Unfälle oft schwerere Folgen haben. Die Unfallursachen deuten zudem darauf hin, dass Frauen vorsichtiger fahren.
Weitere News
TÜV fordert fehlerverzeihende Verkehrsinfrastruktur
Unabhängig vom Geschlecht gebe es Fahrer:innen, die Verkehrsregeln nicht ernst nehmen und die Straße als ihren persönlichen Spielplatz betrachten. Daher müsse Mobilitätsbildung Menschen von der Grundschule bis ins hohe Alter begleiten und dürfe nicht mit dem Erwerb des Führerscheins enden, fordert Zaneta. Gleichzeitig brauche es eine fehlerverzeihende Verkehrsinfrastruktur, damit menschliche Fehler nicht sofort tödlich enden.
Verwendete Quellen:
TÜV-Verband: "Männer häufiger Unfallverursacher: TÜV-Verband fordert Mobilitätsbildung und fehlerverzeihende Straßen"
Statistisches Bundesamt: "Männer verunglücken häufiger und schwerer im Straßenverkehr als Frauen"
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