Im Graben versteckt und Kugeln über dem Kopf

Lebensgefährlicher Irrweg: Radler gerät bei Paderborn zwischen militärisches Feuer - jetzt muss er zahlen

Veröffentlicht:

von Andrea Ege

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Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


Er wollte Rad fahren und landete zwischen Mörserfeuer und einem schießenden Tornado: Ein Tourist verirrte sich bei Paderborn auf einen gesperrten Truppenübungsplatz. Nun muss er dafür ein Bußgeld zahlen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Radtourist geriet auf dem Truppenübungsplatz Senne in Nordrhein-Westfalen in eine Gefechtsübung.

  • Sein Notruf bei der Paderborner Polizei führte zum Stopp der Übung.

  • Wegen einer Ordnungswidrigkeit wurde Anzeige gegen ihn erstattet und er muss Bußgeld zahlen.

Ein Radtourist aus Nordeuropa ist auf einem Truppenübungsplatz am Rand des Teutoburger Waldes versehentlich in eine Gefechtsübung geraten und muss nach dem Vorfall im September jetzt ein Bußgeld zahlen. Die Bundeswehr bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass gegen ihn wegen einer Ordnungswidrigkeit Anzeige erstattet wurde. Über den lebensgefährlichen Zwischenfall auf dem nordrhein-westfälischen Truppenübungsplatz Senne hatte die "Neue Westfälische" mehrfach berichtet.

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Übungsbombe aus Tornado

Der Mann hatte den Angaben zufolge versehentlich Sperren um den Übungsplatz umfahren und Warnschilder an den Eingängen übersehen. Nach Informationen der "Neuen Westfälischen" geriet er dadurch in eine Schießübung mehrerer Bundeswehreinheiten. Dabei wurden Mörsergeschosse eingesetzt. Außerdem feuerte ein Tornado mit der Bordkanone und warf eine Übungsbombe ab.


Radfahrer ruft aus Graben die Polizei

Vermutlich hatte eine Navigationssoftware den Radfahrer irrtümlich durch das gesperrte Gelände geführt, von wo aus er über 110 die Paderborner Polizei verständigte. Er berichtete, dass Kugeln über seinen Kopf flögen und er sich in einen Graben gerettet habe. Die Einsatzkräfte informierten umgehend die für die Absperrung zuständige Stelle, die daraufhin die Übung stoppte.

Die Briten nutzen den Truppenübungsplatz am Rand des Teutoburger Waldes gemäß Nato-Truppenstatut, haben bei Paderborn allerdings nur noch mehrere Hundert Soldaten stationiert. Für die Übungen kommen vorübergehend Soldaten aus Großbritannien oder anderen Nato-Staaten nach Ostwestfalen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Neue Westfälische: "Radler gerät in Schießübung - jetzt muss er Bußgeld zahlen"

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