Zaun durchbrochen

Flughafen Leipzig/Halle: War der Zaun-Vorfall nur die Folge einer Fahr-Übung?

Aktualisiert:

von Christopher Schmitt

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Flughafen Leipzig: Ermittlungen laufen

Videoclip • 36 Sek • Ab 12


Alles nur eine fehlgeschlagene Führerschein-Übung? Nachdem ein Zaun am Leipziger Flughafen durchbrochen wurde, haben sich zwei Männer bei der Polizei gemeldet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Männer haben sich nach dem Vorfall an einem Sicherheitszaun des Leipziger Flughafens der Polizei gestellt.

  • Ein 20-Jähriger saß mutmaßlich am Steuer, er soll für die Führerscheinprüfung geübt und die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben.

  • Der Vorfall weckte Erinnerungen an eine mit Sprengstoff beladene Drohne, die im August an diesem Flughafen gefunden wurde.

Was zunächst wie ein möglicher Sabotageakt wirkte, entpuppt sich offenbar als Übungsfahrt mit einem folgenschweren Ende: Am Samstagabend (17. Oktober) hat ein Auto den Sicherheitszaun des Flughafens Leipzig/Halle durchbrochen – und damit einen nächtlichen Großeinsatz ausgelöst.

Jetzt haben sich zwei Männer gestellt. Wie die Polizei Leipzig mitteilt, meldeten sich der 20-jährige mutmaßliche Fahrer und sein 32-jähriger Begleiter am Sonntagabend (18. Oktober) gemeinsam mit ihren Rechtsanwälten bei der Staatsanwaltschaft Leipzig sowie bei der Kriminalpolizei. Informationen aus Sicherheitskreisen zufolge wollten die beiden offenbar für eine Fahrprüfung üben und verloren dabei die Kontrolle über den Wagen.

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Fahrer wohl ohne Führerschein unterwegs

Besonders brisant: Der 20-Jährige am Steuer besaß keine gültige Fahrerlaubnis. Über seinen Anwalt räumte er ein, den Zaun durchbrochen und den Unfallort anschließend verlassen zu haben. Sein 32-jähriger Begleiter, dem das Fahrzeug gehört, schwieg laut Polizei zu den näheren Umständen.

Das Auto war inzwischen auf privatem Wege abgeschleppt und auf dem Gelände eines Autohandels abgestellt worden. Ermittler:innen spürten es dort auf. Ein Bereitschaftsrichter ordnete Beschlagnahme und Durchsuchung des Fahrzeugs an.

Großeinsatz in der Nacht auf Sonntag

Der Sicherheitsdienst des Flughafens hatte den beschädigten Zaun kurz vor 23 Uhr bei einer Routinestreife entdeckt. Einsatzkräfte durchkämmten das gesamte Gelände daraufhin mehrfach – auch mit Hubschrauber und Drohnentechnik. Weder unbefugte Personen noch verdächtige Gegenstände wurden gefunden. Die Nordpiste blieb gesperrt und wurde erst am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr wieder freigegeben.

Alarmstimmung nach Drohnenanschlag

Der Vorfall sorgte auch deshalb für Aufsehen, weil er unweigerlich an ein Ereignis von Anfang August erinnerte: Damals war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff und Zünder präparierte Drohne in der Nähe ukrainischer Frachtflugzeuge entdeckt worden. Die Bundesregierung machte Russland für den versuchten Angriff verantwortlich – Moskau wies die Vorwürfe zurück, Außenminister Lawrow sprach nach den Vorwürfen sogar von "echtem Krieg".

Ob zwischen der aktuellen mutmaßlichen Übungsfahrt-Panne und dem Drohnenvorfall irgendein Zusammenhang besteht, ist nach aktuellem Stand unklar.


Ermittlungen laufen weiter

Gegen den 20-Jährigen wird nun wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis ermittelt. Beim 32-jährigen Fahrzeughalter prüfen die Behörden, ob er das Fahren ohne Führerschein wissentlich ermöglicht haben könnte. Die Ermittlungen zu den genauen Abläufen, der Tatbeteiligung und einer möglichen Motivlage dauern weiter an.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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