Sturmtief wütet
Heftige Unwetter in Spanien - Anwohner müssen auf Dächer fliehen
Aktualisiert:
von Michael Reimers:newstime
Mallorca ruft wegen Unwetter höchste Warnstufe aus
Videoclip • 01:01 Min • Ab 12
Heftige Regenfälle und extreme Stürme treffen Spanien, auch Mallorca ist betroffen. Dort wurde vorsorglich der Schulunterricht abgesagt, auf dem Festland warten Menschen dringend auf Rettung.
Das Wichtigste in Kürze
Das Unwetter auf Mallorca am Montag (19. Oktober) ist nicht so schlimm ausgefallen wie befürchtet.
Der Schulunterricht war vorsorglich abgesagt worden, am Flughafen kam es zu Ausfällen.
Die Regionen Valencia und Alicante in Spanien wurden von schweren Überschwemmungen getroffen.
Für Mallorca als liebste Ferieninsel der Deutschen hatten die Behörden für die Nacht zum Montag (19. Oktober) die höchste Sturmwarnung Rot herausgegeben – die Rettungsdienste meldeten aber weniger Zwischenfälle als erwartet.
Das Sturmtief "Adam", das am Wochenende (17. / 18. Oktober) mit extremen Niederschlägen schon für Chaos auf dem spanischen Festland gesorgt hatte, traf jetzt auch Mallorca.
Nur drei kleinere Zwischenfälle meldeten die Rettungsdienste: zwei umgestürzte Bäume und eine inzwischen behobene Einsturzgefahr. Auf den Balearen registrierten die Behörden insgesamt 16 Vorfälle, elf davon auf Ibiza und zwei auf Formentera. Der Schulunterricht für Montag war auf allen Inseln vorsorglich abgesagt worden.
Heftige Regenfälle haben in der Mittelmeerregion Spaniens zu schweren Überschwemmungen geführt. In den am schwersten betroffenen Gebieten im Süden der Provinz Valencia und im Norden der Provinz Alicante riefen die Behörden die Menschen auf, nach Möglichkeit in den Häusern zu bleiben.
Bild: Rober Solsona/EUROPA PRESS/dpa
Ausfälle am Flughafen in Mallorca
Am Flughafen in Mallorca stabilisiert sich mittlerweile laut ADAC der Betrieb wieder, zuvor hatte es zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen gegeben. Inzwischen gelte nur noch die zweithöchste Warnstufe Orange – trotzdem rate der Zivilschutz zur Vorsicht.
Menschen sollten demnach zu Hause bleiben, da wegen der weiterhin befürchteten heftigen Niederschläge Straßen überflutet werden könnten oder Keller volllaufen. Vorerst schwächen die Regenfälle im Laufe des Montags auf den Balearen ab und verlagern sich nach Katalonien.
Auch in den News:
Heftige Überschwemmungen in Valencia und Alicante
Anders verliefen die Unwetter in den Provinzen Valencia und Alicante auf dem spanischen Festland: Dort führten die Regenfälle zu heftigen Überschwemmungen.
Besonders schwierig war die Lage in Oliva. In der Küstengemeinde in Valencia mussten laut Behörden etwa 2.000 Menschen von sieben Campingplätzen evakuiert werden. Die Feuerwehr rettete zudem Menschen aus überfluteten Gebäuden.
"Noch sind aber viele Menschen in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen", sagte die Bürgermeisterin der Gemeinde spanischen Medien. Einige Anwohner:innen seien auf ihre Dächer geflohen.
Die Gebiete im Süden von Valencia und im Norden von Alicante sind am schwersten getroffen. Einwohner:innen sollen dort nach Möglichkeit in den Häusern bleiben, rieten die Behörden. Bereits am Wochenende waren zwei Menschen wegen der extremen Niederschläge in Spanien gestorben.
In der Gemeinde Oliva in Valencia wurden innerhalb von 24 Stunden mehr als 530 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen und in der Gemeinde Pego in Alicante waren es sogar 620 Liter pro Quadratmeter, teilte der spanische Wetterdienst Aemet mit. Das entspricht rund drei Vierteln der Regenmenge, die in Hamburg im ganzen Jahr fällt: Dort liegt der langjährige Durchschnitt bei knapp 800 Litern Regen pro Jahr und Quadratmeter.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
ADAC: "Unwetter in Spanien treffen Mallorca, Alicante und Valencia"
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