Welle steht bevor

Grippeimpfung: Was du jetzt zum neuen Impfstoff wissen musst

Veröffentlicht:

von Valentin Kronberger

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Jetzt an Grippeschutz denken (12. Oktober)

Videoclip • 01:47 Min • Ab 12


Es rollt wieder eine Grippewelle auf Deutschland zu – und auch der Impfstoff wurde angepasst. Für diese Menschen wird eine Impfung ausdrücklich empfohlen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Impfstoffe für Grippe müssen laufend an die veränderten Viren angepasst werden.

  • Wie stark die Grippesaison dieses Jahr wird, können Expert:innen noch nicht vorhersagen.

  • Vor allem für Menschen ab 60 Jahren wird eine Grippeimpfung empfohlen.

Wie jeden Herbst startet wieder die Grippesaison. Dagegen soll vor allem eine Grippeschutzimpfung helfen – für einen Teil der Bevölkerung wird die ausdrücklich empfohlen. Grundsätzlich kann sich jede:r, der möchte, mit einer Impfung vor den Viren schützen. Der Impfstoff wurde dieses Jahr angepasst, dabei gibt es Verschiedenes zu beachten.

FAQ: Grippeimpfung

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen gegen Grippe unter anderem für Menschen ab 60 Jahren sowie Personen mit Vorerkrankungen. Auch Kinder und Jugendliche mit bestimmten Grunderkrankungen sollten sich impfen lassen.

Wie gut die Impfung schützt, hängt davon ab, wie sie an die tatsächlichen Virusstämme angepasst ist. Aber auch weniger wirksame Impfstoffe verhindern ebenfalls viele Krankheitsfälle und mildern den Krankheitsverlauf.

Grippeviren verändern sich fortlaufend. Impfstoffe setzen sich aus den Antigenen vieler verschiedener Varianten zusammen. Deshalb passen Hersteller:innen ihre Impfstoffe jedes Jahr jeweils an die Virusstämme an, die voraussichtlich in der kommenden Grippesaison zirkulieren.

Darum müssen Grippeimpfstoffe verändert werden

Die Impfstoffe für Grippe müssen jedes Jahr neu angepasst werden. Der Grund: Grippeviren verändern sich fortlaufend und Impfstoffe setzen sich aus den Antigenen vieler verschiedener Varianten zusammen, so das Bundesinstitut für Impfstoffe. Der Impfstoff muss sich demnach mit den Viren verändern.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und der Ausschuss für Humanarzneimittel bei der Europäischen Arzneimittelagentur beobachten demnach die weltweit kursierenden Varianten der Influenzaviren und empfehlen dementsprechend Anpassungen an den Impfstoff. Im Februar wird eine Vorhersage für die Virusvarianten des nächsten Winters gemacht.

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Grippeviren haben sich verändert

Auch für die Grippesaison 2026/2027 wurden alle drei Virusstämme angepasst, die in den Impfstoffen enthalten sind. Das sei nötig gewesen, weil sich die Stämme der Viren in den vergangenen Jahren deutlich verändert haben, erklärt Leif-Erik Sander, Direktor der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin an der Charité.

Wie stark wird die Grippesaison?

Dass die nächste Grippesaison viel stärker wird, lässt sich laut Sander daraus nicht ableiten. Wie gut die Impfung schütze, hänge davon ab, wie gut die Stammanpassung zu den tatsächlichen Virusstämmen passe, erklärt das Bundesinstitut für Impfstoffe.

Aber auch das Alter der geimpften Personen und frühere Influenzainfektionen oder -impfungen seien relevant. Ebenso spiele der Zeitpunkt der Grippeinfektion eine Rolle, weil der Impfschutz mit der Zeit nachlässt. Trotzdem würden weniger wirksame Impfstoffe ebenfalls viele Krankheitsfälle verhindern und den Krankheitsverlauf mildern.


Keine dramatische Grippewelle erwartet

"Die Grippewelle kommt immer, da kann man im Grunde die Uhr danach stellen. Jedes Jahr sterben viele Leute daran und es führt immer zu einer hohen Krankheitslast", erklärt Experte Sander. Aber eine besonders dramatische Grippewelle erwarte er nicht.

Für diese Menschen wird die Grippeimpfung empfohlen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Impfungen gegen Grippe unter anderem für Menschen ab 60 Jahren sowie Personen mit Vorerkrankungen, Schwangere und Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen. Außerdem sollen sich auch Kinder und Jugendliche mit bestimmten Grunderkrankungen impfen lassen.

Die Impfquoten sind laut Stiko seit Jahren zu niedrig – bei Kindern mit Grunderkrankungen und bei Alten. In der Saison 2024/25 hatten laut dem Robert Koch-Institut (RKI) nur 34,5 Prozent der Menschen ab 60 Jahren einen Impfschutz gegen Grippe. Die EU peilt jedoch eine Impfquote von 75 Prozent an. Deutschland verfehlt dieses Ziel regelmäßig – der EU-Durchschnitt in Bezug auf die Bevölkerung ab 65 Jahren lag in der Saison 2022/23 bei 47 Prozent.


Atemwegsinfekte derzeit moderat

Aktuell liegt die Zahl der akuten Atemwegsinfekte laut RKI auf einem moderaten Niveau. Das sei vor allem auf Erkältungsviren zurückzuführen. Seit einigen Wochen ist ein leichter Anstieg der Coronaviren zu verzeichnen, so der RKI-Wochenbericht. Die Influenzaviren würden ebenfalls leicht ansteigen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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