Midterms
Trump verliert bei Männern an Rückhalt
Veröffentlicht:
von Damian Rausch:newstime
Trumps Sprecherin räumt Posten
Videoclip • 01:01 Min • Ab 12
Donald Trump verliert wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen an Rückhalt. Besonders bemerkenswert: Ausgerechnet bei Männern, einer wichtigen Stütze seines Wahlsiegs 2024, zeigen aktuelle Umfragen deutliche Verschiebungen.
Das Wichtigste in Kürze
Donald Trumps Rückhalt bei männlichen Wählern ist deutlich schwächer als noch bei der Präsidentschaftswahl 2024.
Eine Reuters/Ipsos-Umfrage sieht die Demokraten bei Männern inzwischen vor den Republikanern.
Auch Trumps insgesamt niedrige Zustimmungswerte und die höhere Wahlmotivation der Demokraten könnten für die Republikaner zum Problem werden.
Donald Trump verliert ausgerechnet bei einer Wählergruppe an Rückhalt, die maßgeblich zu seinem Wahlsieg 2024 beigetragen hatte. Wenige Wochen vor den Zwischenwahlen in den USA deuten mehrere Umfragen auf wachsende Probleme des US-Präsidenten und seiner Republikanischen Partei hin.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei männlichen Wähler:innen. Einer Reuters/Ipsos-Umfrage zufolge würden sich Männer bei einer hypothetischen Kongresswahl inzwischen zu 43 Prozent für die Demokraten und zu 39 Prozent für die Republikaner:innen entscheiden. Bei der Präsidentschaftswahl 2024 hatte Trump bei Männern noch einen Vorsprung von zwölf Prozentpunkten erzielt.
Die Ergebnisse könnten für die Republikaner:innen zum Problem werden. Bei den Midterm-Wahlen am 3. November entscheiden die Amerikaner unter anderem über die Mehrheitsverhältnisse im Kongress. Trumps Name steht zwar nicht auf dem Stimmzettel, die Abstimmung gilt jedoch auch als wichtiger Stimmungstest für seine zweite Amtszeit.
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Trump-Anhänger:innen weniger motiviert
Hinzu kommt ein deutlicher Unterschied bei der Wahlmotivation. Laut Reuters/Ipsos bezeichneten sich 48 Prozent der Wähler:innen die 2024 Kamala Harris unterstützt hatten, als sehr motiviert, bei den Midterms abzustimmen. Unter den damaligen Trump-WählerInnen waren es lediglich 30 Prozent.
Auch andere aktuelle Erhebungen zeigen Schwierigkeiten für den Präsidenten. Das Pew Research Center ermittelte Anfang Oktober nur noch 30 Prozent Zustimmung zu Trumps Amtsführung. 68 Prozent äußerten sich ablehnend. Gleichzeitig gaben 44 Prozent der registrierten Wähler an, ihre Entscheidung bei den Kongresswahlen auch als Stimme gegen Trump zu verstehen.
Eine neue Umfrage von ABC News, Washington Post und Ipsos zeichnet ebenfalls ein schwieriges Bild für die Republikaner:innen. Unter wahrscheinlichen Wähler:innen liegen die Demokraten bei der Frage nach der Kongresswahl demnach mit 52 zu 44 Prozent vor den Republikaner:innen.
Auch in den News:
Wirtschaft bleibt entscheidendes Thema
Eine zentrale Rolle spielt weiterhin die wirtschaftliche Lage. Laut Pew bezeichnen 84 Prozent der registrierten Wähler:innen die Wirtschaft als sehr wichtig für ihre Wahlentscheidung. Besonders die hohen Lebenshaltungskosten belasten die Stimmung.
Ob sich die aktuellen Umfragewerte tatsächlich in entsprechenden Wahlergebnissen niederschlagen, bleibt offen. Für die Republikaner sind die Verluste bei Männern dennoch ein Warnsignal: Eine Wählergruppe, die 2024 noch entscheidend zu Trumps Erfolg beitrug, erscheint wenige Wochen vor den Midterms deutlich weniger fest an seine Partei gebunden.
Verwendete Quellen:
Frankfurter Rundschau: "Trump-Zustimmung unter Männern fällt auf Tiefstand – Republikaner vor Zwischenwahlen unter Druck"
YouGov: "How opinion of Trump has fallen ahead of the midterms"
Pew Research Center: "With Americans in a Sour Mood, Democratic Voters Are More Engaged in Midterms"
ABC News: "Democrats lead Republicans in House vote choice as Trump's approval rating hits record low: ABC/Post/Ipsos poll"
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