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Israel vor den Wahlen: Trump unterstützt Netanjahu – das sagen die Umfragen
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Netanjahu trifft Helden des Flydubai-Dramas (1. Oktober)
Videoclip • 01:05 Min • Ab 12
Lange hatte sich Donald Trump zurückgehalten, als es darum ging, wer seiner Meinung nach Israel regieren sollte. Jetzt stellt sich der Republikaner demonstrativ hinter Netanjahu. Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Israel steht vor einer richtungsweisenden Parlamentswahl: Regiert Benjamin Netanjahu weiter das Land oder triumphiert die Opposition? Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. US-Präsident Donald Trump hat jedenfalls einen klaren Favoriten, er spricht dem amtierenden Ministerpräsidenten seine Unterstützung aus.
Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social erklärte der Republikaner, Netanjahu sei ein großartiger "Krieger-Premierminister" und "Partner für Frieden" im Kampf gegen den Iran gewesen. Gemeinsam befahlen beide im Februar 2026 Angriffe auf die Islamische Republik. Diese sei sowohl militärisch als auch finanziell zerstört worden, so Trump. In Richtung Teheran drohte er, dass man diese Aufgabe bald zu Ende bringen werde, sollte der Iran seinen Kurs nicht rasch ändern. "Wenn Israel die falsche Führungsperson hat – und das wäre jede andere als Bibi –, wird Amerika diese Arbeit selbst übernehmen müssen, und ich bin nicht geneigt, das zu tun."
Auch in den News:
Netanjahu habe sich "angesichts enormen Widerstands, der sogar aus Israel selbst kam, als stark, mutig und brillant erwiesen. Trotz alledem hat er durchgehalten und ist sogar gestärkt daraus hervorgegangen!" Dies würden die Vereinigten Staaten von Israel erwarten.
Netanjahu bedankt sich für Trumps Worte
Der Post endet mit: "Bitte lassen Sie diesen Brief als Ausdruck meiner uneingeschränkten und vollständigen Unterstützung für Bibi Netanjahu bei seiner bevorstehenden Wiederwahl zum Ministerpräsidenten Israels gelten."
Der Likud-Politiker erwiderte die lobenden Worte in einem Video, in dem er sich zunächst bei Trump bedankte. Er fühle sich durch die Unterstützung geehrt. "Ich könnte sagen – und das ist ganz einfach –, dass es im Weißen Haus noch nie einen größeren Freund Israels gegeben hat."
Nach dem gemeinsamen Vorgehen gegen den Iran spalteten sich zwischen Netanjahu und Trump die Meinungen, wie im Laufe des Konflikts weiter verfahren werden sollte. Damals gab es auch kritische Töne aus dem Oval Office in Richtung Netanjahu. Mit seiner Wahlempfehlung positionierte sich Trump nach monatelangem Abwarten nun pro Netanjahu.
Die Partei des amtierenden Ministerpräsidenten, der Likud, regiert aktuell gemeinsam mit religiösen sowie rechtsextremen Parteien. Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, weisen aktuelle Umfragen auf erhebliche Verluste hin. Im Umfragen-Schnitt hat die neue Mitte-Partei von Herausforderer Gadi Eisenkot mit 21,7 Prozent hauchdünn die Nase vorn, der Likud käme auf 21 Prozent. Auf Koalitionspartner sind demnach beide Parteien dringend angewiesen. Die "Jerusalem Post" berichtet, dass kein politischer Block aktuell die nötigen 61 Sitze in der Knesset erlangen würde.
Die Wahl in Israel findet am 27. Oktober 2026 statt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
The Jerusalem Post: "Eisenkot leads Netanyahu in four polls, but neither bloc secures Knesset majority - poll"
Frankfurter Rundschau: "Netanjahu oder Eisenkot? Umfragen vor Israel-Wahl prognostizieren Kopf-an-Kopf-Rennen"
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