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Rentenerhöhung 2027: Millionen Rentner bekommen mehr Geld

Veröffentlicht:

von Damian Rausch

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Rente: DGB legt Vorschläge vor (28. Oktober)

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Gute Nachrichten für Millionen Rentner:innen in Deutschland: 2027 könnten die Altersbezüge erneut deutlich steigen. Für Beschäftigte zeichnet sich dagegen eine finanzielle Mehrbelastung ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzlichen Renten könnten zum 1. Juli 2027 um 4,09 Prozent steigen.

  • Ab 2028 wird ein Anstieg des Rentenversicherungsbeitrags auf 19,7 Prozent erwartet.

  • Bei einem Bruttogehalt von 4.000 Euro könnten Beschäftigte künftig 264 Euro mehr pro Jahr zahlen.

Rentenerhöhung 2027: So viel Geld gibt es zusätzlich

Für rund 21 Millionen Rentner:innen in Deutschland zeichnet sich eine weitere Erhöhung ihrer Altersbezüge ab. Nach aktuellen Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums könnten die gesetzlichen Renten zum 1. Juli 2027 um 4,09 Prozent steigen.

Das geht aus einem Entwurf des Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung hervor, über den unter anderem "Focus Online" und die "Tagesschau" berichten. Bereits im Juli 2026 waren die Renten um 4,24 Prozent angehoben worden.

Für Menschen im Ruhestand könnte sich die geplante Anpassung folgendermaßen auswirken:

  • Bei 1.000 Euro Bruttorente wären es 40,90 Euro mehr im Monat.

  • Bei 1.500 Euro Bruttorente würde das Plus 61,35 Euro betragen.

  • Bei 2.000 Euro Bruttorente könnten monatlich 81,80 Euro hinzukommen.

Allerdings handelt es sich bislang lediglich um eine Prognose. Die endgültige Rentenanpassung wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2027 festgelegt. Zudem können Abzüge für Kranken- und Pflegeversicherung sowie gegebenenfalls Steuern den tatsächlichen Auszahlungsbetrag verringern.


Rentenbeiträge: Arbeitnehmer:innen müssen ab 2028 mehr zahlen

Während Ruheständler:innen mit höheren Zahlungen rechnen können, drohen Beschäftigten mittelfristig steigende Abgaben.

Laut dem Berichtsentwurf soll der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung 2027 zunächst bei 18,6 Prozent bleiben. Bereits 2028 könnte er jedoch auf 19,7 Prozent steigen. Für 2029 wird ein weiterer Anstieg auf 19,8 Prozent erwartet. Arbeitnehmer:innen als auch Arbeitgeber:innen müssten die zusätzlichen Kosten paritätisch tragen.

Bei einem monatlichen Bruttogehalt von 4.000 Euro würde der Arbeitnehmer:innenanteil demnach von derzeit 372 Euro auf 394 Euro steigen. Das entspricht einer Mehrbelastung von 22 Euro monatlich beziehungsweise 264 Euro jährlich.


Weitere Änderungen bei der Sozialversicherung geplant

Unabhängig von der prognostizierten Beitragserhöhung sollen sich bereits Anfang 2027 wichtige Berechnungsgrundlagen der Sozialversicherung verändern.

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung hat das Bundeskabinett beschlossen, die monatliche Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung von 8.450 Euro auf 8.850 Euro anzuheben.

Damit werden bei höheren Einkommen künftig größere Gehaltsanteile für die Berechnung der Rentenversicherungsbeiträge berücksichtigt. Die Verordnung benötigt noch die Zustimmung des Bundesrats.

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Prognose: Renten könnten bis 2040 deutlich steigen

Auch langfristig geht die Bundesregierung von steigenden Altersbezügen aus. Dem Entwurf zufolge könnten die Renten bis 2040 insgesamt um 46,5 Prozent zulegen. Das entspräche einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von etwa 2,8 Prozent.

Die Berechnungen beruhen allerdings auf Annahmen zur künftigen Lohnentwicklung und wirtschaftlichen Lage. Sie stellen deshalb keine verbindliche Zusage dar. Auch mögliche Änderungen durch weitere Rentenreformen sind noch nicht vollständig berücksichtigt.


Verwendete Quellen:

Focus Online: "2027 sollen Renten um 4,09 Prozent steigen – dann zahlen Arbeitnehmer drauf"

Tagesschau: "Renten könnten 2027 um 4,1 Prozent steigen"

Deutschlandfunk: "Medien: Rentner können 2027 mit einer Erhöhung um 4,09 Prozent rechnen"

Deutsche Rentenversicherung: "Beitragsbemessungsgrenzen 2027 sollen steigen"

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