Schusswaffenangriff in Berlin

Streit am Sterndamm eskaliert: Unbekannter schießt 44-Jährigem ins Bein

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

:newstime

Polizei fahndet nach Schüssen in Aarau

Videoclip • 33 Sek • Ab 12


Nach einem Streit mit mehreren Unbekannten wird ein 44-Jähriger in Berlin-Johannisthal angeschossen. Der Mann kommt ins Krankenhaus und muss operiert werden. Von den mutmaßlichen Tätern fehlt bislang jede Spur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 44-Jähriger wurde in Berlin-Johannisthal ins Bein geschossen.

  • Zuvor soll der Mann mit mehreren Unbekannten in Streit geraten sein.

  • Die mutmaßlichen Täter flüchteten, die Kriminalpolizei ermittelt.

Ein Streit zwischen mehreren Männern ist am Donnerstagabend (5. November) in Berlin-Johannisthal offenbar eskaliert. Ein 44-Jähriger wurde dabei durch einen Schuss ins rechte Bein verletzt.

Nach Angaben der Polizei war der Mann zu Fuß auf dem Sterndamm im Bezirk Treptow-Köpenick unterwegs, als er auf eine Gruppe unbekannter Männer traf. Laut seiner Aussage geriet er mit den Fremden in eine Auseinandersetzung. Im Verlauf des Streits soll einer der Männer eine Schusswaffe gezogen und auf den 44-Jährigen geschossen haben.

Am Sterndamm in Berlin-Johannisthal wurde ein 44-jähriger Mann durch einen Schuss ins Bein verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt zu den Hintergründen der Tat. (Symbolbild)

Bild: David Inderlied/dpa


Zeugen hören Schüsse – Täter flüchten offenbar mit Auto

Gegen 21:50 Uhr alarmierten Zeug:innen die Polizei, nachdem sie Schussgeräusche gehört hatten. Die Einsatzkräfte fanden den verletzten Mann am Sterndamm. Der 44-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort operiert. Nach Polizeiangaben bestand keine Lebensgefahr.

Die mutmaßlichen Täter:innen entkamen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnten sie mit einem Fahrzeug in Richtung Michael-Brückner-Straße geflüchtet sein. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Warum es zu dem Streit und der anschließenden Schussabgabe kam, ist noch unklar.


Erneut Schüsse in Berlin: Mehrere Vorfälle innerhalb weniger Tage

Die Tat reiht sich in mehrere Schusswaffenvorfälle der vergangenen Tage in Berlin ein. Erst am Mittwoch wurde ein Mann im Stadtteil Wedding durch mehrere Schüsse in den Oberkörper verletzt.

Am Sonntag waren zudem Schüsse auf ein Restaurant in Charlottenburg-Wilmersdorf und ein Wohnhaus in Steglitz-Zehlendorf abgegeben worden. Bei diesen beiden Vorfällen wurde niemand verletzt. Ein Zusammenhang zwischen den Taten ist nicht bekannt.

Auch in den News:

Mehr als 1.100 Schusswaffendelikte im Jahr 2025

Die Berliner Polizei registrierte im Jahr 2025 insgesamt 1.119 Fälle von Schusswaffengebrauch. Das entspricht nach Behördenangaben einem Anstieg von 68 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Statistik sind auch Bedrohungen ohne tatsächliche Schussabgabe enthalten. Im ersten Halbjahr 2026 wurden bereits 585 entsprechende Delikte erfasst. Darunter waren 324 Bedrohungen und 261 Fälle, in denen Schüsse abgegeben wurden.

Um gegen die zunehmende Schusswaffengewalt vorzugehen, richtete die Berliner Polizei im November 2025 die Spezialeinheit "Ferrum" ein. Rund 110 Polizist:innen gehören der Einheit an. Bei der Staatsanwaltschaft ist die Ermittlungsgruppe "Telum" für entsprechende Verfahren zuständig. Beide Einheiten sollen insbesondere die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität verstärken.



Verwendete Quellen:

rbb24: "Mann am Sterndamm angeschossen"

Tagesspiegel: "Gewalt in Berlin-Johannisthal: Unbekannter schießt Mann ins Bein und flüchtet"

Mehr entdecken