Fußball-WM

DFB-Team scheitert dramatisch: Elfer-Drama gegen Paraguay

Aktualisiert:

von Max Strumberger

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WM-Aus: DFB-Team enttäuscht gegen Paraguay

Videoclip • 02:51 Min • Ab 12


Der WM-Traum ist jäh zerplatzt: Deutschlands Nationalmannschaft ist nach einem wilden, nervenaufreibenden Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden. Nach 120 zähen Minuten besiegelte ein bitteres Elfmeterschießen das nächste Turnierdebakel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die nächste WM endet für Deutschland mit gesenkten Köpfen und vielen offenen Fragen. 

  • Nach einem ideenarmen Auftritt gegen Paraguay rettete sich die DFB-Elf zwar ins Elfmeterschießen.

  • Doch dort wurde das nächste große Turniertrauma besiegelt.

Der WM-Traum der deutschen Nationalmannschaft ist in Foxborough mit voller Wucht geplatzt. Im Sechzehntelfinale gegen Paraguay scheiterte die DFB-Elf nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit und Verlängerung mit 3:4 im Elfmeterschießen – und erlebte damit das nächste bittere Turnierdebakel. Für Julian Nagelsmann, der mit großen Ambitionen in dieses Turnier gegangen war, ist das Aus nicht nur sportlich ein schwerer Schlag, sondern bedeutet womöglich auch sein Aus als Bundestrainer.

Schon nach dem Schlusspfiff bot sich ein vertrautes Bild: fassungslose Gesichter, leere Blicke, enttäuschte Fans. Jonathan Tah, Nick Woltemade und Kai Havertz verschossen im Elfmeterschießen, obwohl Manuel Neuer zwischenzeitlich einen paraguayischen Versuch parieren konnte. Am Ende blieb davon nur ein weiterer Tiefpunkt in einer langen Reihe deutscher WM-Enttäuschungen – und das erstmalige Aus in der ersten K.o.-Runde seit Jahrzehnten.


Havertz bringt Deutschland zurück ins Spiel

Dabei hatte sich das Desaster früh angekündigt. Paraguay trat bei Temperaturen von über 30 Grad mit der erwarteten Härte, Disziplin und defensiven Kompaktheit auf, während Deutschland zwar viel Ballbesitz, aber kaum Ideen entwickelte. Nagelsmann hatte vor dem Spiel eine "Drecksack-Mentalität" gefordert, überraschte in der Startelf mit Deniz Undav statt Jamal Musiala – doch die Maßnahme griff nicht. Die deutsche Offensive blieb lange stumpf, es fehlte an Tiefe, Tempo und Kreativität.

Kurz vor der Pause folgte die Quittung: Julio Enciso köpfte Paraguay in Führung, weil die deutsche Defensive in einer entscheidenden Szene die Ordnung verlor. Zwar reagierte Nagelsmann in der Halbzeit, brachte Leon Goretzka und später auch Musiala, doch die DFB-Elf tat sich weiter schwer. Erst Kai Havertz sorgte nach Flanke von Florian Wirtz in der 54. Minute für den Ausgleich und hielt Deutschland überhaupt erst im Spiel.

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Nagelsmann will weitermachen

In der Schlussphase und auch in der Verlängerung drängte Deutschland auf die Entscheidung, doch zwingend wurde die Mannschaft nur selten. Besonders bitter: Ein Treffer von Jonathan Tah zum vermeintlichen 2:1 wurde nach Eingriff des Schiedsrichters und VAR aberkannt – eine Entscheidung, die Nagelsmann später als "Voll-Skandal" bezeichnete. Auch Experten äußerten deutliche Zweifel an der Auslegung. Doch selbst diese umstrittene Szene konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Deutschland über weite Strecken zu statisch und zu harmlos agierte.

So wurde das Elfmeterschießen zum Endpunkt eines Abends, der die Schwächen der DFB-Elf schonungslos offenlegte. Havertz sprach hinterher von einer "extrem enttäuschenden" zweiten missratenen WM, Kimmich blieb erneut ungekrönt, und Nagelsmann erklärte, er stehe zwar weiter bereit, habe seine Zukunft aber "nicht in der eigenen Hand". Die deutsche Nationalmannschaft reist damit vorzeitig nach Hause – gedemütigt, ratlos und einmal mehr mit der Erkenntnis, dass der Weg zurück in die Weltspitze weiter ist als erhofft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

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