Nach Plagiatsvorwürfen

Früherer Cambridge-Professor Jason Arday tot aufgefunden

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

Der Fall des früheren Cambridge-Professors Jason Arday bewegt Großbritannien.

Bild: Joe Giddens/PA Wire/dpa


Die Plagiatsvorwürfe rund um den Soziologen Jason Arday beschäftigten die Elite-Uni Cambridge seit Tagen. Nun wurde er tot aufgefunden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der frühere Professor der renommierten Universität Cambridge, Jason Arday, ist Medienberichten zufolge tot aufgefunden worden.

  • Er war zuvor nach Plagiatsvorwürfen zurückgetreten.

  • Arday war 2023 zum jüngsten schwarzen Professor in der Geschichte der Uni Cambridge gemacht worden.

Der nach Plagiatsvorwürfen zurückgetretene frühere Professor der renommierten Universität Cambridge, Jason Arday, ist tot aufgefunden worden. Das berichteten am Abend der Sender Sky News sowie die BBC. Die Londoner Metropolitan Police teilte mit, ein 41-jähriger Mann sei am Einsatzort im Südwesten der britischen Hauptstadt für tot erklärt worden.

Die Londoner Polizei geht nicht von einer Straftat aus. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass ein Verbrechen vorliege, zitierte die Nachrichtenagentur PA die Polizei. Der Fall werde weiter untersucht.

Der Rücktritt des Soziologen von seiner Professur in der vergangenen Woche hatte in Großbritannien hohe Wellen geschlagen. In seiner Stellungnahme wies er die Vorwürfe zurück. Er teilte mit, der Rücktritt sei "der einzige Weg, dieses Kapitel zu beenden". Dieser solle nicht als "Zustimmung zu den Darstellungen verstanden werden".

Medien hatten unter anderem über Plagiatsvorwürfe mit Blick auf die Doktorarbeit des Professors an der Liverpool John Moores Universität berichtet. Auch an der Glaubwürdigkeit von Teilen seiner Lebensgeschichte wurde öffentlich gezweifelt.

Auch in den News:

Arday war 2023 zum jüngsten schwarzen Professor in der Geschichte der Uni Cambridge geworden. Eine Professorin der Universität bezeichnete den Fall zuletzt laut der Nachrichtenagentur PA als "Geschenk" für diejenigen, die gegen Vielfalt an Hochschulen vorgehen würden. Ende August sollen die Memoiren des vielfach als Star seines Fachs beschriebenen Soziologen erscheinen.

Ardays Familie erklärte laut "BBC", sie stehe nach dem Verlust dieses wunderbaren Vaters, Partners, Bruders, Onkels und Sohns unter Schock. Sie fügten hinzu: "Die Desinformationskampagne war zu viel für Jason; er war ein sanftmütiger Mann, der in jedem stets das Gute sehen wollte."

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

bbc.com: Jason Arday, ex-Cambridge professor at centre of plagiarism row, found dead

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