Vermeintlich günstige Angebote

Stiftung Warentest warnt vor Fake-Klimaanlagen

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Klimaanlage oder Ventilator: Was hilft wirklich bei der Megahitze?

Videoclip • 02:26 Min • Ab 12


Wegen der zunehmenden Hitzewellen erfreuen sich Klimaanlagen für Wohnungen immer größerer Beliebtheit. Die Stiftung Warentest hat jetzt jedoch vermeintlich günstige Online-Angebote als Abzocke entlarvt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stiftung Warentest warnt vor dem Kauf von Fake-Klimaanlagen.

  • Eines der angeblich besonders preiswerten Geräte habe sich im Test als "pure Abzocke" entpuppt.

  • Es kühlte überhaupt nicht.

Preiswerte Klimaanlagen, die auf Social Media, YouTube und in Online-Magazinen mit KI-Videos beworben werden, stammen teils von dubiosen Anbietern. Das hat die Stiftung Warentest herausgefunden. Die Tester:innen bestellten einen dieser "Wunderkühler" und nahmen ihn auseinander. Das Fazit: Abzocke pur.

Konkret betrifft das niederschmetternde Urteil das Gerät "Epicooler". Es wird wie "Coolizi" als "revolutionär" beworben. mit seinem "von der NASA inspirierten Luft­strom-Beschleunigungs­system", das von einem "Branchen-Insider" als brandneue Erfindung angepriesen wird.

Auch in den News:

Zu Unrecht als Klimaanlage angepriesen

Der Werbung zufolge soll das Gerät Räume von bis zu 51 Quadrat­metern mit der "TurboCoolTM Kühl­technologie" in nur fünf Sekunden klimatisieren. Und das für 163 Euro. Für eine echte Klimaanlage wäre das sehr wenig, konstatiert Stiftung Warentest. Aber der "Epicooler" sei keine Klimaanlage.

Wie der Test ergab, befanden sich unter der Kunst­stoff­-Verkleidung lediglich einen normaler PC-Lüfter sowie ein kleines Heizmodul. Um einen Raum zu kühlen, fehlt die Möglichkeit, die Wärme abzutrans­portieren.


Stiftung Warentest nimmt Gerät auseinander

Ein Aufkleber mit der Aufschrift "Wall Mounted Heater" – zu Deutsch Wandheizlüfter – ließ dem Testbericht zufolge bereits erahnen, worum es sich bei dem "Epicooler" wirk­lich handelt. Die mitgelieferte, rein englisch­sprachige Bedienungs­anleitung enthält demnach kein Wort über Kühlmodi, erwähnt jedoch eine Heiz­funk­tion.

Wie es weiter heißt, lässt sich am Gerät selbst zwischen "Warm Air" und "Cold Wind" wählen. Bei der Funktion des kühlen Windes sind 16 Grad die nied­rigste Temperatur. Hinzu kommen den Tester:innen zufolge deutlich hörbare Lüftungs­geräusche des als "flüsterleise" beworbenen Ventilators. Spür­bar sei lediglich ein schwacher Luft­zug. Das Thermo­meter habe auch Auch nach längerem Warten keine Abkühlung gezeigt. Güns­tige Ventilatoren kosten jedoch um die 75 Euro, nicht mal halb so viel wie die von geprüfte Fake-Klimaanlage.


Jeder Fünfte plant Anschaffung einer Klimaanlage

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet, steigt aktuell der Anteil der Menschen in Deutschland stark an, die sich eine Klimaanlage zulegen wollen. Plante 2025 jede:r Zehnte die Anschaffung, zieht sie nach einer repräsentativen YouGov-Umfrage inzwischen jede:r Fünfte in Betracht. Der Umfrage zufolge sind die Kaufpläne derzeit bei Menschen zwischen 25 und 54 Jahren besonders stark ausgeprägt. Bis zu 27 Prozent von ihnen beabsichtigen, sich eine Klimaanlage zuzulegen. 17 Prozent aller Befragten besitzen bereits eine Klimaanlage, 60 Prozent möchten sich keine anschaffen. Drei Prozent machten keine Angabe.

YouGov befragte am 8. Juli mehr als 3.300 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland, knapp ein Jahr zuvor am 31. Juli 2025 nahmen gut 3.000 an der Umfrage teil. Der Begriff Klimaanlage war dpa zufolge dabei nicht näher definiert. Er umfasst sowohl Split-Anlagen mit Innen- und Außeneinheit als auch mobile Klimageräte, bei denen die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

test.de: "Warnung vor Fake-Klimaanlage: Beworben als Klimagerät, ist aber nur ein PC-Lüfter"

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