Digitalisierung in der JVA

Als erstes Bundesland: Thüringen legt E-Akten über Häftlinge an

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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So digital sind die Bundesländer

Videoclip • 01:40 Min • Ab 12


Der Freistaat Thüringen führt digitale Personalakten über seine Gefängnisinsass:innen ein. Die E-Akten sollen den Alltag der JVA-Bediensteten erleichtern.

Wichtige Informationen zu Häftlingen in Thüringens Justizvollzug werden künftig in einer elektronischen Akte zusammengeführt. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Thüringen sei das erste Bundesland, das eine selbst entwickelte elektronische Gefangenenpersonalakte so nutze, teilte das Justizministerium mit.

"Mit der elektronischen Gefangenenpersonalakte erreichen wir einen wichtigen Meilenstein bei der Digitalisierung des Thüringer Justizvollzugs", sagte Staatssekretär Christian Klein. "Schnell verfügbare und vollständig dokumentierte Informationen erleichtern auch die zügige und fundierte Vorbereitung von Entscheidungen im Vollzugsalltag. Zugleich werden Medienbrüche reduziert, Arbeitsprozesse nachvollziehbarer und der Papierverbrauch verringert", so Klein.

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Informationen gebündelt und digital abrufbar

Waren bestimmte Informationen über Häftlinge bislang nur in verschiedenen Aktenbestandteilen zu finden, werden diese Informationen nun digital gebündelt. Die zuständigen Bediensteten der Justizvollzugsanstalten könnten so gemäß ihren jeweiligen Berechtigungen direkt etwa auf Vollzugs- und Eingliederungspläne oder auf Entscheidungen über Haftlockerungen zugreifen, so das Ministerium.

Nach einer erfolgreichen Pilotphase steht dpa zufolge die neue E-Akte ab Mittwoch (30. September) zur Verfügung. Entwickelt wurde die Lösung von der IT-Leitstelle des Thüringer Justizvollzugs mit den Justizvollzugsanstalten und dem Thüringer Justizministerium.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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