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Rapsöl im bei Stiftung Warentest: Diese günstigen Produkte überzeugen

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von Nadine von Parseval

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Fehler mit Folgen: Kann man der Stiftung Warentest noch vertrauen?

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Muss gutes Rapsöl teuer sein? Stiftung Warentest hat 24 Produkte geprüft – von raffinierten und kaltgepressten Ölen bis zu Varianten mit Buttergeschmack. Das Ergebnis zeigt: Auch günstige Eigenmarken können überzeugen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Stiftung Warentest hat 24 Rapsöle verschiedener Preisklassen und Herstellungsarten untersucht.

  • Im Test zeigen sich deutliche Unterschiede – und der Preis allein sagt wenig über die Qualität aus.

  • Neben Geschmack und Hitzestabilität wurden die Produkte auch auf Schadstoffe und ihre chemische Qualität geprüft.

Zwei Rapsöle holen sich den Testsieg

Rapsöl gehört in vielen deutschen Küchen zur Grundausstattung. Doch welches Produkt ist die beste Wahl? Stiftung Warentest hat für die Ausgabe 10/2026 insgesamt 24 Rapsöle genauer untersucht.

Getestet wurden elf raffinierte und elf kaltgepresste Öle sowie zwei Rapsölzubereitungen mit Buttergeschmack. Dabei standen unter anderem Geschmack, chemische Qualität, Schadstoffe und Hitzestabilität auf dem Prüfstand. Das erfreuliche Ergebnis: Die große Mehrheit kann überzeugen. Gleich zwei Produkte erreichen mit der Gesamtnote 1,6 die beste Bewertung im Test.

Bei den raffinierten Rapsölen landet "Rapso 100% reines Rapsöl" ganz vorne. Die 0,75-Liter-Flasche kostet laut Stiftung Warentest im Mittel 4,15 Euro, umgerechnet sind das 5,53 Euro pro Liter. Bei den kaltgepressten Produkten sichert sich dagegen ein deutlich günstigeres Öl den Spitzenplatz: "Bellasan Nativ kaltgepresstes Rapsöl" von Aldi bekommt ebenfalls die Note 1,6. Eine 0,5-Liter-Flasche kostet im Test 1,29 Euro – entsprechend 2,58 Euro pro Liter.

Stiftung Warentest hat 24 Rapsöle untersucht. Zwei Produkte erreichen mit der Note 1,6 das beste Ergebnis im Test.

Bild: APress


Gute Rapsöle gibt es schon für 1,59 Euro pro Liter

Auch bei den raffinierten Produkten zeigt sich, dass Verbraucher:innen für ein gutes Ergebnis nicht tief in die Tasche greifen müssen. Das Rapsöl von Kaufland K-Classic erreicht beispielsweise die Note 1,8 und kostet 1,59 Euro pro Liter. Ebenfalls für 1,59 Euro gibt es die mit 1,9 bewerteten Produkte von Edeka Gut & Günstig und Lidl Vita D'or.

Penny Solvel kommt für denselben Preis auf die Note 2,1. Aldi Bellasan und Rewe Ja erhalten jeweils die Note 2,2. Damit bewertet Stiftung Warentest alle elf untersuchten raffinierten Rapsöle mit "gut".


Auch Bio-Rapsöle schneiden "gut" ab

Bei den kaltgepressten Ölen reicht das Feld von 1,6 bis 2,8. Neben Aldi überzeugen unter anderem Alnatura und Dennree mit jeweils 1,8. Rapunzel erreicht die Note 1,9. Das teuerste kaltgepresste Produkt im Test kommt von der Teutoburger Ölmühle. Das "Raps Kernöl nussig-fein" kostet umgerechnet 11,04 Euro pro Liter und erhält die Note 2,0.

Das zeigt: Ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch eine bessere Gesamtbewertung. Der deutlich günstigere Testsieger von Aldi liegt bei 2,58 Euro pro Liter. Lediglich das native Rapskernöl von Lidl Vita D'or fällt in dieser Gruppe aus dem ansonsten guten Ergebnisfeld heraus. Mit der Note 2,8 erhält es als einziges kaltgepresstes Produkt nur das Qualitätsurteil "befriedigend".

Große Unterschiede bei Rapsöl mit Buttergeschmack

Deutlicher fällt der Unterschied bei den beiden Ölen mit Buttergeschmack aus. Das Albaöl erreicht mit der Note 1,8 ein "gut" und kostet 9,45 Euro pro Liter. Das Rapsöl mit Buttergeschmack von Rapsgold bekommt dagegen lediglich die Gesamtnote 4,0 und damit ein "ausreichend". Stiftung Warentest kritisiert hier die Deklaration. Auf dem Etikett wird "natürliches Aroma" angegeben. Die Tester:innen verlangten vom Anbieter konkretere Informationen darüber, wie die nachgewiesenen Aromastoffe hergestellt wurden.


Rapsöl liefert wichtige Omega-3-Fettsäuren

Neben den einzelnen Produkten untersuchten die Expert:innen auch die Zusammensetzung der Öle. Rapsöl enthält Alpha-Linolensäure, eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure, die der Körper nicht selbst bilden kann. Raffiniertes und kaltgepresstes Rapsöl unterscheiden sich vor allem bei Herstellung und Geschmack.

Raffinierte Varianten schmecken weitgehend neutral und eignen sich auch für hohe Temperaturen beim Braten und Frittieren. Kaltgepresste Öle haben dagegen typischerweise einen saatigen bis nussigen Geschmack. Sie können unter anderem für Salate, andere kalte Speisen und zum Dünsten verwendet werden.

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So hat Stiftung Warentest die Rapsöle geprüft

Den größten Anteil am Gesamturteil hatte mit 40 Prozent die sensorische Bewertung. Drei geschulte Prüfpersonen beurteilten dabei Aussehen, Geruch und Geschmack der anonymisierten Produkte.

Hinzu kamen unter anderem Untersuchungen auf Pestizide, Weichmacher, Mineralölbestandteile und weitere unerwünschte Stoffe. Für den Hitzetest wurden die Öle außerdem zwei Stunden lang auf 170 Grad erhitzt.

Auch die chemische Qualität, Verpackung und Angaben auf dem Etikett flossen in die Bewertung ein. Damit zeigt der Test nicht nur, welches Öl geschmacklich überzeugt – sondern auch, wie sich die Produkte bei Qualität, Sicherheit und Alltagstauglichkeit schlagen.


Verwendete Quellen:

Stiftung Warentest: "Rapsöl im Test: Deutsch­land sucht das Super-Öl"

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