Feuerwehr im Dauereinsatz

Flammen in Hürtgenwald lodern weiter - Panzer schlagen Schneisen

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Brandbekämpfung: So steht Deutschland da

Videoclip • 01:42 Min • Ab 12


In der Eifel stehen rund 300 Hektar in Flammen. Die Feuerwehr rechnet mit tagelangen Löscharbeiten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei der nordrhein-westfälischen Gemeinde Hürtgenwald kämpfen Hunderte Einsatzkräfte gegen den größten Waldbrand in NRW.

  • Auch Panzer der Bundeswehr und Löschhubschrauber sind im Einsatz.

  • Erschwert werden die Löscharbeiten durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände.

Die Flammen lodern weiter: Im Hürtgenwald in der Eifel versuchen Hunderte Einsatzkräfte weiter, den großen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. In der Nacht wurde in besonders gefährdeten Bereichen der Personaleinsatz am Boden fast verdoppelt, sagte ein Sprecher der Feuerwehren im Kreis Düren der Deutschen Presse-Agentur.

Am Morgen steht die evakuierte Ortschaft Gey im Fokus, deren rund 2.000 Bewohner:innen bei Verwandten und Freund:innen unterkamen. Die Sorge ist groß, dass das Feuer übergreift. Um das zu verhindern, schlugen in der Nacht zwei Bergepanzer der Bundeswehr Schneisen im Bereich des Ortsteils.

Tagelanger Einsatz erwartet

Mehrere Hubschrauber unterstützen auch heute wieder die Löscharbeiten. Die Piloten würden um 06.00 Uhr mit Tagesanbruch die Starterlaubnis bekommen und sollten dann in Richtung des Waldbrandes fliegen, erklärte Kreisbrandmeister Karlheinz Eisnar. Er rechnet damit, dass wieder fünf bis sechs Hubschrauber im Einsatz sein werden.

Die Feuerwehr stellt sich auf einen tagelangen Einsatz ein. Alle zwölf Stunden machen sich rund 500 Einsatzkräfte aus NRW auf den Weg zum Schichtwechsel ins Brandgebiet. Die Einsatzplanung reiche derzeit bis Montag.

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Weltkriegsmunition erschwert Löscharbeiten

Der Waldbrand ist nach Einschätzung der Landesregierung wohl der größte in der Geschichte von Nordrhein-Westfalen. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) ging bei einem Besuch der Einsatzkräfte von einer betroffenen Fläche von 200 Hektar bis 300 Hektar aus.

Erschwert werden die Löscharbeiten durch Weltkriegsmunition auf dem Gelände. Der Hürtgenwald war 1944 und 1945 Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen deutschen und US-amerikanischen Truppen. Hürtgenwald liegt im Westen Nordrhein-Westfalens nahe der belgischen Grenze und hat knapp 9.000 Einwohner.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) und Gorißen appellierten an die Bevölkerung, Wälder derzeit nicht zu betreten. "Brände können sich rasant schnell ausbreiten und Fluchtwege abschneiden", mahnten sie.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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