Nach Aufrufen im Netz
Sorge vor neuem Ansturm: Grenze zu Ceuta massiv gesichert
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Ceuta-Krise spaltet die EU
Videoclip • 01:48 Min • Ab 12
Sie wollen nach Aufrufen zu einem erneuten Massenansturm an diesem Wochenende vorbereitet sein: Spanien und Marokko haben ihre Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zu Ceuta deutlich verschärft.
Das Wichtigste in Kürze:
Nach den Ereignissen Ende Juli rüsten sich Spanien und Marokko gegen mögliche neue Versuche eines illegalen Grenzübertritts nach Ceuta.
Auf der marokkanischen Seite errichteten die Behörden zusätzliche Sperren aus Stacheldraht, Spanien erhöhte seine Militärpräsenz.
Zuvor hatte es in den sozialen Netzwerken Aufrufe zu einem erneuten Massenansturm auf Ceuta gegeben.
Stacheldraht, Wasserwerfer, Patrouillenboote und mehr Polizei: Nach Aufrufen in sozialen Netzwerken zu einem erneuten massenhaften Migrantenansturm auf Ceuta an diesem Wochenende haben Spanien und vor allem Marokko ihre Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zur spanischen Nordafrika-Exklave deutlich verstärkt.
Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete jedoch, dass es am Grenzübergang in Ceuta morgens noch ruhig gewesen sei.
Spanien und Marokko wollen verhindern, dass sich die Ereignisse von Ende Juli wiederholen. Damals kamen nach verschiedenen Schätzungen bis zu 80.000 Migranten nach Ceuta. Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska betonte dieser Tage erneut, die damalige Massenankunft sei ein "außergewöhnliches" Ereignis gewesen, das sich nicht wiederholen werde.
Vor wenigen Tagen hatte das Innenministerium in Marokko mitgeteilt, man habe eine Gruppe von Menschen festgenommen, die im Verdacht stehen, zu neuen Versuchen der illegalen Einreise in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla angestiftet zu haben. In sozialen Medien kursierten Aufrufe zu gemeinsamen Massenüberquerungen am 15. August.
Auch in den News:
Stacheldraht, Wasserwerfer und Patrouillenboote
Vor allem auf der marokkanischen Seite der Grenze wurden die Sicherheitsmaßnahmen in den vergangenen Tagen deutlich verschärft, wie RTVE berichtete. In der Grenzstadt Fnideq errichteten die Behörden demnach zusätzliche Sperren aus Stacheldraht und NATO-Draht.
Patrouillenboote überwachen laut RTVE die Küste, Wasserwerfer stehen an der Grenze bereit. Zudem gebe es zahlreiche Kontrollstellen auf den Zufahrtsstraßen. In Ceuta sind derweil 880 Beamte der spanischen Nationalpolizei im Einsatz, 270 mehr als noch Ende Juli. Sie werden von rund 2.000 Soldaten und 700 Beamten der Polizeieinheit Guardia Civil unterstützt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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