Jagdunfall

Tödliche Schüsse: Eigene Waffe wird Jäger offenbar zum Verhängnis

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

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Jäger fordern Jagd mit Pfeil und Bogen (15. Mai)

Videoclip • 29 Sek • Ab 12


Nach dem Tod eines Jägers im Pfälzerwald gibt es neue Erkenntnisse. Der 48-Jährige wurde offenbar von Schüssen aus seiner eigenen Waffe getroffen. Die Ermittler gehen inzwischen von einem Unfall aus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 48-jähriger Jäger wurde tot auf einem Hochsitz im Pfälzerwald gefunden.

  • Laut Obduktion starb der Mann durch zwei Schüsse aus seiner eigenen Waffe.

  • Die Ermittler vermuten einen Unfall und sehen bislang keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Ein 48-jähriger Jäger wurde während einer Drückjagd im Pfälzerwald tot auf einem Hochsitz entdeckt. Offenbar wurde er durch Schüsse aus seiner eigenen Waffe getötet. (Symbolbild)

Bild: Silas Stein/dpa


Nach dem rätselhaften Tod eines 48-jährigen Jägers im Pfälzerwald deutet inzwischen vieles auf einen tragischen Unfall hin. Der Mann wurde offenbar von zwei Schüssen aus seiner eigenen Jagdwaffe tödlich getroffen. Das berichtet unter anderem der Südwestrundfunk (SWR) unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Hinweise darauf, dass eine andere Person für den Tod verantwortlich sein könnte, liegen den Ermittler:innen bislang nicht vor.

Der Jäger war am Dienstag bei einer Drückjagd nahe Johanniskreuz im Landkreis Kaiserslautern im Einsatz. Mehr als 180 Menschen nahmen an der Jagd teil. Gegen elf Uhr entdeckten Zeug:innen den 48-Jährigen regungslos auf seinem etwa zwei Meter hohen Hochsitz. Ersthelfer:innen begannen sofort mit der Wiederbelebung und setzten diese bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fort. Der Mann konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.


Zwei Schüsse aus eigener Waffe: So könnte der Unfall passiert sein

Die Obduktion brachte entscheidende Hinweise auf die Todesursache. Dem vorläufigen rechtsmedizinischen Gutachten zufolge drangen zwei Geschosse von unten in die Körperseite des Mannes ein und traten im oberen Halsbereich wieder aus. Beide Schussverletzungen waren tödlich.

Nach Medienberichten prüfen die Ermittler:innen nun einen möglichen Unfallhergang: Demnach könnte der Jäger auf seinem Hochsitz gestanden haben, während sich seine doppelläufige Waffe unterhalb von ihm befand oder herunterfiel.

Durch eine Erschütterung könnten sich unbeabsichtigt Schüsse aus beiden Läufen gelöst haben. Ob sich das Unglück tatsächlich so ereignet hat, ist noch nicht abschließend geklärt.

Auch in den News:

Weiterer Jäger bei derselben Jagd schwer verletzt

Bei der Drückjagd ereignete sich noch ein weiterer schwerer Zwischenfall. Ein anderer Jäger wurde von einem Wildschwein angegriffen und schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei besteht zwischen dem Wildschweinangriff und dem tödlichen Schussunfall kein Zusammenhang.

Als Reaktion auf den Todesfall sollten zunächst alle weiteren Bewegungsjagden bis Sonntag abgesagt werden. Diese Entscheidung wurde inzwischen zurückgenommen. Wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium dem SWR mitteilte, hat Landesforsten die Absage aufgehoben. Bei einer Drückjagd nehmen die Jäger:innen feste Positionen im Wald ein. Treiber:innen und Hunde bewegen das Wild langsam in Richtung der Schütz:innen. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf des tödlichen Unfalls dauern an.



Verwendete Quellen:

t-online: "Eigene Waffe wird Jäger zum Verhängnis"

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